Presse
19.02.2016

DLM-Pressemitteilung 05/2016; Staatssekretärin Dorothee Bär eröffnet DLM-Symposium „Neue Nadelöhre – wer bestimmt unseren Zugang zu den Medien?“ am 17. März

Stellt der Breitbandzugang ein Nadelöhr für konvergente Medien und ihr Publikum dar? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Keynote der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Dorothee Bär (MdB), die dieses Jahr das DLM-Symposium eröffnen wird.

Im weiteren Verlauf geht es beim DLM-Symposium 2016 um den Einfluss digitaler Vermittler auf den Zugang zu publizistisch relevanten Inhalten: Elektronische Programmführer oder TV-Benutzeroberflächen, Suchmaschinen oder Social Media machen die Angebote zugänglich, oft bringen Algorithmen sie in eine Rangfolge. Welche Auswirkungen hat diese Vorsortierung auf Zugang und Auffindbarkeit? Brauchen wir neue Instrumente für die Vielfaltssicherung?

Zunächst stehen die rundfunkrechtlich definierten Plattformen im Mittelpunkt der Diskussionen: Dr. Marc Jan Eumann, Staatssekretär für Europa und Medien, Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen, wird über den aktuellen Stand der Überlegungen in der „AG Plattformregulierung“ der Bund-Länder-Kommission zur Medienkonvergenz (BLK) berichten. Den Reformbedarf aus Sicht der Medienanstalten stellt anschließend Thomas Fuchs, Koordinator des Fachausschusses „Netze, Technik, Konvergenz“, vor. Ist Vielfalt auf den klassischen Plattformen ein Selbstläufer – oder muss sie durch veränderte regulatorische Maßnahmen abgesichert werden? Die Positionen der Marktbeteiligten dazu werden Carine Lea Chardon, LL.M., Leiterin Medienpolitik und Medienrecht, Fachverband Consumer Electronics beim ZVEI, Dr. Matthias Kirschenhofer, General Counsel, Constantin Medien, Lutz Reulecke, Vice President Regulatory Affairs & Public Policy, Sky Deutschland, Dr. Annette Schumacher, Head of Regulatory Media & State Aid, Vodafone und ZDF-Justiziar Peter Weber einbringen.

Im zweiten Teil der Veranstaltung geht es um die Intermediäre, also um Online-Plattformen, die Nutzer und Inhalteanbieter zusammenbringen. Wie das Herzstück von Suchmaschinen, Social Media und Micro-Blogs funktioniert, wird Prof. Dr. Katharina Anna Zweig von der Technischen Universität Kaiserslautern erläutern. Ihr Thema:  „Die Welt der Algorithmen – Relevanz und Risiko“.

Für Politik und Regulierung geht es in dem Zusammenhang auch um die Frage, wie im Internet die Auffindbarkeit von Angeboten, die für die Meinungsbildung relevant sind, und die notwendige Übersicht über die Angebotsvielfalt für die Nutzer gewährleistet werden können. Das Bundeskartellamt hat daher eine „Task Force Online-Plattformen“ eingerichtet, über deren Arbeit Julia Topel, Vorsitzende der 6. Beschlussabteilung, berichtet. Die BLK setzt sich im Rahmen der „AG Intermediäre“ mit der Bedeutung der neuen Gatekeeper für Vielfalt und Meinungsbildung auseinander. Dr. Carsten Brosda, Bevollmächtigter des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg für Medien, und Dr. Jan Ole Püschel, Gruppenleiter „Medien und Film; Internationales“ bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, werden den aktuellen Diskussionsstand vorstellen.

Ein erstes Fazit wird die Abschlussrunde des DLM-Symposiums ziehen: Mit dem DLM-Vorsitzenden Siegfried Schneider werden Eva-Maria Kirschsieper, Head of Public Policy Germany, Facebook, Jan Kottmann, Leiter Medienpolitik / Senior Policy Counsel DACH, Google, Dr. Susanne Pfab, Generalsekretärin der ARD, und der VPRT-Vorsitzende Dr. Tobias Schmid diskutieren, ob es neue Regeln für einen fairen Ausgleich zwischen Inhalte-Anbietern und digitalen Vermittlern braucht.

Das DLM-Symposium findet am 17. März 2016 im Humboldt Carré in Berlin statt.

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Kontakt

Stefanie Reger
Pressesprecherin
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