Presse
17.03.2015

ZAK-Pressemitteilung 03/2015; DVB-T2-Plattformbetrieb: Media Broadcast erhält Übertragungskapazitäten

Brautmeier: „Wichtiger Schritt für neuen digitalen Terrestrik-Standard in HD-Qualität“

Den Zuschlag für die digitale terrestrische Verbreitung privater Rundfunkangebote im DVB-T2-Standard erhält die Media Broadcast GmbH. Diese Zuweisungsentscheidung traf die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) der Medienanstalten in ihrer Sitzung am 17. März in Berlin.

Ab dem ersten Quartal 2017 können damit private Angebote über die neue Plattform terrestrisch verbreitet werden. In den Ballungsräumen wird Media Broadcast ein vielfältiges Angebot privater verschlüsselter Programme sowie einzelne unverschlüsselte Programme, wie z. B. private Regionalprogramme, zu wesentlichen Teilen in HD-Qualität verbreiten. Der Umstellungsprozess soll im Jahr 2019 abgeschlossen sein. Parallel dazu werden auch die Angebote von ARD und ZDF sukzessive auf den neuen Standard umgestellt.

Bereits ab Mai 2016 sollen auf einem Kanal im Rahmen einer Pilotphase die reichweitenstärksten Programme öffentlicher-rechtlicher und privater Fernsehveranstalter in HD-Qualität ausgestrahlt werden.

Für den Empfang der über die Plattform verbreiteten privaten, wie auch der frei empfangbaren öffentlich-rechtlichen Programme wird aufgrund der technischen Umstellung auf DVB-T2 und HEVC ein neues Empfangsgerät benötigt werden. Fernsehgeräte und Set-Top-Boxen, die diesen neuen Standard erfüllen, sollen aber bereits ab diesem Jahr im Handel verfügbar sein.

Hinweis: Die Geräte werden dann für diesen neuen Standard (DVB-T2 mit HEVC) gesondert gekennzeichnet sein.

Der gesamte Umstiegsprozess des privaten und öffentlich-rechtlichen Rundfunks wurde an dem von den Medienanstalten moderierten runden Tisch abgestimmt. Die am runden Tisch versammelten öffentlich-rechtlichen und privaten Programmveranstalter werden nun gemeinsam mit Media Broadcast den technischen Umstieg kommunikativ vorbereiten und begleiten. Dabei werden die Endgeräteindustrie sowie der Einzelhandel eng in die Kommunikation eingebunden, damit ein verbraucherfreundlicher Umstieg auf DVB-T2 gewährleistet ist.

Mit der Entscheidung ist nach den Worten des ZAK-Vorsitzenden Dr. Jürgen Brautmeier ein weiterer „wichtiger Schritt zur Umstellung auf den neuen digitalen Terrestrik-Standard gemacht. Es wird dann möglich sein, auch mittels Antenne Fernsehprogramme in HD-Qualität zu empfangen“, sagte er.

Brautmeier betonte, dass auch für die DVB-T2-Plattform ein diskriminierungsfreier und chancengleicher Zugang gewährleistet werden müsse: „Es darf keine Benachteiligung einzelner Rundfunkveranstalter geben.“ Die Auswahl der lokalen oder regionalen Programme müsse im Einvernehmen mit der jeweils zuständigen Landesmedienanstalt getroffen werden.

Damit der Rundfunk den verabredeten Zeitplan einhalten kann, muss jetzt die Bundesnetzagentur rasch das verabredete Frequenzumstellungskonzept umsetzen. Nur so kann der Umstieg auf DVB-T2 in den Ballungsräumen Anfang 2017 beginnen und im Jahr 2019 abgeschlossen werden. Der planmäßige Umstieg auf DVB-T2 ist die Voraussetzung dafür, dass die im Zuge dessen frei werdenden Rundfunkfrequenzen zeitnah für breitbandige Internetverbindungen über Mobilfunk zur Verfügung stehen. 


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