Presse
16.04.2013

ZAK-Pressemitteilung 04/2013; „Köln 50667“ – Beanstandung gegen RTL 2 News; Zulassung für „ProSieben MAXX“

„Köln 50667“: Kritik an Vermischung von Fiktion und Wirklichkeit in einer Nachrichtensendung

Wegen des Verstoßes gegen journalistische Grundsätze hat die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) heute (16.April) in ihrer Sitzung in Stuttgart einen Beitrag im Programm der Nachrichtensendung „RTL 2 News“ beanstandet. In der Sendung am 8. Januar 2013 wurde ein fiktionales Statement einer Schauspielerin des Scripted-Reality-Formats „Köln 50667“ ausgestrahlt ohne einen Hinweis, dass das Interview von einer frei erfundenen Figur stammte. Die ZAK sieht darin einen Verstoß gegen anerkannte journalistische Grundsätze und zusätzlich einen Verstoß gegen das Gebot der Sachlichkeit. 

Thomas Fuchs, der Beauftragte für Programm und Werbung der ZAK, sagte: „Bei diesem Beitrag verschwimmt die Grenze zwischen Fiktion und Wirklichkeit. Hier verletzt ein Sender die Wahrhaftigkeitsregel. Die Zuschauer können so nicht mehr erkennen, welche Sequenz ‚echt‘ und welche fiktional ist. Ich halte so einen Verstoß in einer Nachrichtensendung für eine Grenzüberschreitung, die wir nicht tolerieren können.“

Zulassung für „ProSieben MAXX“

Der ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH wurde heute (16.April) durch die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) die Zulassung für die Verbreitung von „ProSieben MAXX“ erteilt. Der neue Unterhaltungssparten-sender soll sich vornehmlich an ein männliches Zielpublikum zwischen 40 und 59 Jahren richten; er soll bundesweit verbreitet werden. Die Lizenz wurde bei der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) beantragt und hat eine Laufzeit von zehn Jahren.

Die Entscheidung der Medienanstalten steht noch unter dem Vorbehalt der medienkonzentrationsrechtlichen Prüfung durch die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK).

 

Über die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK)
Die ZAK ist abschließend zuständig für die Zulassung und Kontrolle bundesweiter Rundfunkveranstalter. Darüber hinaus werden Fragen der Plattformregulierung sowie der Entwicklung des Digitalen Rundfunks bearbeitet. Die Aufgaben im Einzelnen hat der Gesetzgeber in § 36 Abs. 2 RStV vorgeschrieben. Mitglieder der ZAK sind die gesetzlichen Vertreter (Direktorinnen und Direktoren, Präsidenten) der 14 Landesmedienanstalten.

Vorsitz: Dr. Jürgen Brautmeier (Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen)
Beauftragter Programm und Werbung: Thomas Fuchs (Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein)
Beauftragter für Zulassungsangelegenheiten: Prof. Wolfgang Thaenert (Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien)
Beauftragter Plattformregulierung und Digitaler Zugang: Dr. Hans Hege (Medienanstalt Berlin-Brandenburg)


Kontakt

Stefanie Reger
Pressesprecherin
Telefon: +49 (0)30 2064690-22
Mobil:    + 49 (0)151 52153340

presse(at)die-medienanstalten.de

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