Presse
14.10.2014

ZAK-Pressemitteilung 09/2014; Medienanstalten treffen Zulassungs- und Aufsichtsentscheidungen

Zulassungen:

Lizenz „Antenne Sylt“
Die Zulassung für die Antenne Sylt GmbH zur Veranstaltung und Verbreitung des bundesweiten Hörfunkvollprogramms „Antenne Sylt“ wird für die Dauer von zwei Jahren verlängert. Das Programm soll ‐ wie bisher ‐ über Internet sowie einige Kabelanlagen im nördlichen Schleswig‐Holstein, in Hamburg und Norderstedt sowie in Frankfurt a.M., Offenbach und Nürnberg verbreitet werden. Kabelanlagen in Düsseldorf, Köln und Berlin sollen folgen. Dies beschloss die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Medienanstalten (ZAK) heute (14. Oktober 2014) in Ludwigshafen.

„Sportdeutschland.TV“: Deutscher Olympischer Sportbund wird TV-Veranstalter
Dem Deutschen Olympischen Sportbund e.V. mit der DOSB New Media GmbH (Sitz: Köln) wird zur Veranstaltung und bundesweiten Verbreitung des neuen Fernsehspartenprogramms „SPORTDEUTSCHLAND.TV“ die Zulassung für die Dauer von zehn Jahren erteilt. Das Programm soll ausschließlich über das Internet verbreitet werden. Hauptgesellschafter ist der Deutsche Olympische Sportbund e.V. Im Programm sollen vor allem solche Sportarten gezeigt werden, die sonst nicht oder nur selten im Fernsehen zu sehen sind. Hierzu zählen u. a. Volleyball, Badminton, Tischtennis, Wakeboard, Baseball, Gleitschirmfliegen, Faustball oder Kite‐Surfen.

„MTV“: unbefristete Zulassung
Auf den Antrag der VIMN Germany GmbH wird die unbefristete Zulassung zur Veranstaltung und bundesweiten Verbreitung des Fernsehspartenprogramms „MTV“ erteilt. Die bisherige Zulassung endet am 30. November. Auch diese Entscheidung der ZAK ergeht vorbehaltlich der medienkonzentrationsrechtlichen Prüfung durch die KEK.

Die künftige Zulassung soll sich weiterhin auf ein ganztägiges Fernsehspartenprogramm mit dem Schwerpunkt Jugendunterhaltung (Musik‐Videoclips und Unterhaltungsformate) beziehen.


Beanstandungen:

„RTL-Dschungelcamp“
Die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) beanstandet außerdem, dass die RTL Television GmbH mit der Ausstrahlung der Produktplatzierung „Leibniz Pick Up“ in der Sendung „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ vom 24. Januar 2014 gegen Bestimmungen des Rundfunkstaatsvertrages zur Produktplatzierung verstoßen hat. In der Sendung stellte die Packung eines „Leibniz Pick Up“ den „Preis“ für die Teilnehmer dar, die eine „Prüfung“ erfolgreich absolviert hatten.

RTL habe mit der Form der Darstellung (Teilnehmer äußerten sich enthusiastisch dazu) die Grenze zur übermäßigen Hervorhebung des Produktes überschritten und damit gegen Bestimmungen des Rundfunkstaatsvertrages (§ 7 Abs. 7 Satz 2 Nr. 3) verstoßen. Danach sind Schleichwerbung, Produkt- und Themenplatzierung unzulässig, wenn das Produkt im Sendeverlauf zu stark herausgestellt wird.

"RTL"
Die ZAK stellt außerdem fest, dass die RTL Television GmbH mit der Ausstrahlung eines Werbespots für eine „Helene Fischer CD“ mit dem Hinweis „RTL präsentiert...“ am 29. November 2013 gegen das Trennungsgebot des Rundfunkstaatsvertrages verstoßen hat. In der Sendung wurde innerhalb eines Werbeblocks ein Spot für die neu erschienene Musik-CD ausgestrahlt. Am Ende des Spots ist neben der CD ein RTL-Logo abgebildet. Es erfolgte anschließend jedoch keine Ausstrahlung eines Werbelogos, so dass der Eindruck entstehen konnte, es handele sich um einen redaktionellen Tipp.


„N24 Drive“
Eine Beanstandung sprach die ZAK auch gegen die N24 Gesellschaft für Nachrichten und Zeitgeschehen mbH wegen der Ausstrahlung eines Beitrags über Winterreifen in der Sendung „N24 Drive“ (im Programm von N24 am 27. November 2013) aus.

Hier wurde im Rahmen einer ZAK-Programmanalyse das Programm von N24 auf die Einhaltung der Werbebestimmungen überprüft. In diesem Fall wurde die starke Präsenz des Reifenherstellers Continental in einem Beitrag der Autosendung „N24 Drive“ als unzulässige Schleichwerbung  bewertet. 

„SKY CINEMA HD“
Die ZAK spricht ebenfalls eine Beanstandung gegen die SKY Deutschland Fernsehen GmbH & Co. KG aus. Sky habe mit der Ausstrahlung des „SKY Action Tipp“ im Programm von SKY CINEMA HD am 31. Mai 2014 gegen Werbebestimmungen des Rundfunkstaatsvertrages verstoßen („Werbung und Teleshopping müssen als solche leicht erkennbar und vom redaktionellen Inhalt unterscheidbar sein“). Durch die optische und verbale Ankündigung als „SKY Action Tipp“ konnte der Eindruck entstehen, dass der laufende Werbeblock beendet war und ein redaktioneller Programmteil, nämlich ein von SKY inhaltlich aufbereiteter Tipp, folgte. Tatsächlich folgte jedoch ein Werbespot. Damit wurde dem Erfordernis nach leichter Erkennbarkeit von Werbung und Unterscheidbarkeit von Werbung und redaktionellem Inhalt nicht entsprochen.


Kontakt

Stefanie Reger
Pressesprecherin
Telefon: +49 (0)30 2064690-22
Mobil:    + 49 (0)151 52153340

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