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Themen

Bürgermedientypen

Bürgermedien bieten Interessierten die Gelegenheit, eigene Programmbeiträge zu produzieren und zu senden. Gemeinsam ist den zahlreichen Angeboten, dass sie breiten Bevölkerungsschichten einen unmittelbaren Zugang zu Medien eröffnen und ein Forum für Themen bieten, die ihnen wichtig sind. Auf diese Weise leisten die Bürgermedien auch einen Beitrag zur Förderung von Medienkompetenz.

 

Offene Kanäle im Hörfunk/im Fernsehen

Ein Offener Kanal ist nicht kommerzielles, werbefreies, lokales oder regionales Radio beziehungsweise Fernsehen, das allen Bürgern den freien und gleichberechtigten Zugang zu diesen elektronischen Medien garantiert. Für die Produktion der Beiträge stellen die Offenen Kanäle Studios, Aufnahmegeräte sowie technische und redaktionelle Beratung zur Verfügung. Sie bilden die Plattform für Sendungen, die die Bürger selbst produzieren, machen jedoch kein eigenes Programm. Programmveranstalter und Programmverantwortliche sind die jeweiligen Produzenten. In der Regel sind die Offenen Kanäle von der Landemedienanstalt, von einem gemeinnützigen Verein oder einem lokalen Trägerverein betrieben. Dabei gibt es unterschiedliche Modelle der institutionellen Förderung.

Die Offenen Kanäle verbreiten Ihre Programmangebote über lokale und regionale UKW-Frequenzen (Hörfunk) sowie über lokale/regionale Kabelnetze (Fernsehen).

 

Nichtkommerzielles Radio

Die Projektformen Nichtkommerzieller Lokalfunk und Offener Kanal werden oft miteinander verwechselt. Beide Rundfunkformen werden als Bürgerfunk betrachtet, sind lokal begrenzt und in der Regel zugangsoffen. In beiden wird keine Werbung gesendet. Je nach Konzept des Offenen Kanals werden die von Bürgern produzierten Beiträge nacheinander (Warteschlange) gesendet oder auf Wunsch ein fester Sendetermin vereinbart. Die Mitarbeiter des Offenen Kanals geben technische und redaktionelle Hilfestellungen, doch es gibt keine Redaktion, die den Sendeinhalt kontrolliert. Beim Nichtkommerziellen Lokalfunk liegt die Verantwortung bei einer Redaktion. Wie die Redaktion strukturiert ist, ist Teil des Senderkonzeptes und damit von Initiative zu Initiative verschieden. Wie bei klassischen Radiosendern gibt es ein festes Sendeschema. Der Unterschied zu den kommerziellen oder öffentlich-rechtlichen Sendern liegt darin, dass Nichtkommerzielle Radios zugangsoffener sind und ehrenamtliche Mitarbeiter zusammen mit wenigen Redakteuren Sendungen produzieren. Die Musikauswahl ist nicht von Plattenfirmen bestimmt.

 

Bürgerrundfunk

Im Modell Bürgerrundfunk verschmelzen OK-Elemente (Partizipation, Offenheit) und NKL-Elemente (Informationsauftrag) in einer Organisation. Bürgersender dieses Typs sollen sowohl zur publizistischen Ergänzung der lokalen und regionalen Berichterstattung beitragen als auch einen offenen und diskriminierungsfreien Zugang zum Rundfunk für alle Bürgerinnen und Bürger im Verbreitungsgebiet gewähren und dabei Angebote zur Vermittlung von Medienkompetenz vorhalten. Die beschriebenen Funktionszuweisungen findet man in verschiedenen Ländern, ohne dass es eine ausdrückliche medienrechtliche Verankerung und organisatorische Vereinheitlichung gibt. In Niedersachsen ist dieses Modell seit 2001 gesetzlich abgesichert.

Campusrundfunk

Studenten nutzen ihre Mitarbeit beim Hochschulfunk, um sich bei der Produktion von Beiträgen oder in der Live-Moderation journalistisch zu qualifizieren. Doch die Möglichkeiten der Qualifizierung, die ein Campus-Radio bietet, gehen weit über die reine Aneignung technischer Fertigkeiten hinaus. Neben der Radioarbeit im engeren Sinne werden in vielen anderen Bereichen Kompetenzen erworben; bspw. bei der Büroorganisation, im Redaktionsmanagement, bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, der Pflege des Internetauftritts, beim Erstellen von Musikablaufplänen oder der Kontaktpflege zur Musikindustrie.

 

Aus- und Fortbildungskanäle

Aus- und Fortbildungskanäle verfolgen zwei Ziele: Qualifizierung von journalistischem Nachwuchs und Vermittlung von Medienkompetenz. Je nach Ausrichtung ähneln diese Kanäle in ihrer Arbeit Offenen Kanälen oder dem Hochschulrundfunk.

 

Schulradio

Schulradio ermöglicht Schulklassen oder Schülergruppen ihre Beiträge zu veröffentlichen oder Programmstrecken zu gestalten. In der Rgel gestalten die Schulradios das Pausenradio. Zudem gibt es Audioplattformen für Schülerradioprojekte.