die medienanstalten
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Mobiles Fernsehen

Seit einiger Zeit wächst das Interesse, Fernsehprogramme, Filme und Musik auch unterwegs auf kleinen mobilen Geräten wie z.B. Handys oder Smartphones zu empfangen. Umgangssprachlich wird das mobile Fernsehen oft auch mit dem Schlagwort Handy-TV bezeichnet. Diese Rundfunkdienste sollten allerdings unterschieden werden von den mobilen Internetdiensten wie YouTube, last.fm oder den einzelnen TV-Angeboten der Mobilfunkbetreiber.


In der Vergangenheit haben die Medienanstalten zwei unterschiedliche Rundfunk-Technologien zum mobilen Fernsehen getestet: DMB (Digital Multimedia Broadcasting), eine Weiterentwicklung von DAB, und DVB-H (Digital Video Broadcasting-Handheld), eine Weiterentwicklung von DVB-T.


DMB
erlaubt die Übertragung von 4 Fernsehprogrammen in einem DAB-Frequenzblock (Bandbreite 1,75 MHz). DVB-H überträgt in einem Fernsehkanal (Bandbreite 8 MHz) etwa 16 TV-Programme. Die Kapazität von DVB-H ist also größer als die von DMB, allerdings sind bei DVB-H auch die Netzkosten höher. Projekte zu DMB und DVB-H liefen seit Sommer 2006 zur Fußball-WM in einigen Ballungsräumen im Testbetrieb. Im Frühjahr 2008 wurden die Projekte eingestellt.  Die Medienanstalten prüfen derzeit, inwieweit ein Bedarf für mobile Anwendungen besteht.


Einige Mobilfunkanbieter bieten bereits seit längerem im Rahmen ihres UMTS-Angebots auch den Empfang von Fernsehprogrammen an. Mit zunehmender Nutzerzahl stellt dieses Angebot jedoch eine hohe Belastung für das Netz dar und könnte so an seine technischen Grenzen stoßen. Zukünftig wird mit LTE (Long Term Evolution) ein breitbandiges Mobilfunksystem zur Verfügung stehen.