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Themen

BürgerRadio

Bürgermedien bieten allen Interessierten die Gelegenheit, eigene Programmbeiträge zu senden und ihr Recht auf freie Meinungsäußerung zu nutzen. Gemeinsam ist den zahlreichen Angeboten, dass sie breiten Bevölkerungsschichten einen unmittelbaren Zugang zu Medien eröffnen. Bürger erhalten so ein Forum für Themen, die ihnen wichtig sind. Auf diese Weise leisten Bürgermedien wie Bürgerfernsehen oder Bürgerradio einen sehr praxisbezogenen Beitrag zur Förderung von Medienkompetenz.

Offene Kanäle im lokalen Hörfunk

Ein Offener Kanal ist nicht kommerzielles, werbefreies, lokales oder regionales Radio, das allen Bürgern den freien und gleichberechtigten Zugang garantiert. Für die Produktion der Beiträge stellen die Offenen Kanäle Studios, Aufnahmegeräte sowie technische und redaktionelle Beratung zur Verfügung. Sie bilden die Plattform für Sendungen, die die Bürger selbst produzieren, machen jedoch kein eigenes Programm. Programmveranstalter und Programmverantwortliche sind die jeweiligen Produzenten. In der Regel sind die Offenen Kanäle von der Landemedienanstalt oder von einem gemeinnützigen Verein betrieben. Dabei gibt es unterschiedliche Modelle der institutionellen Förderung.

Ein Sonderfall ist der „Bürgerfunk“ in Nordrhein-Westfalen. In rund 150 Radiowerkstätten produzieren Bürger Programme, die als Teil des kommerziellen Lokalradios Nordrhein-Westfalen gesendet werden.

Campusrundfunk

Studenten nutzen ihre Mitarbeit beim Hochschulfunk, um sich etwa bei der Produktion von Beiträgen oder in der Live-Moderation journalistisch zu qualifizieren. Doch die Möglichkeiten der Qualifizierung, die ein Campus-Radio bietet, gehen weit über die reine Aneignung technischer Fertigkeiten hinaus. Neben der Radioarbeit im engeren Sinne werden in vielen Bereichen Kompetenzen erworben - bspw. bei der Büroorganisation und im Redaktionsmanagement, bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, der Pflege des Internetauftritts, beim Erstellen von Musikablaufplänen oder der Kontaktpflege zur Musikindustrie.

Aus-, Fortbildungs- und Erprobungskanäle

Aus- und Fortbildungskanäle verfolgen zwei Ziele. Qualifizierung von journalistischem Nachwuchs und Vermittlung von Medienkompetenz. Je nach Ausrichtung ähneln diese Kanäle in ihrer Arbeit Offenen Kanälen oder dem Hochschulrundfunk.

 

Schulradio

Schulradio ermöglicht Schulklassen oder Schülergruppen ihre Beiträge zu veröffentlichen oder Programmstrecken zu gestalten. Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) stellt zum Beispiel eine Audioplattform für Schülerradioprojekte und -produktionen zur Verfügung.

 

Nichtkommerzielles Radio

Die Projektformen Nichtkommerzieller Lokalfunk und Offener Kanal werden oft miteinander verwechselt. Beide Rundfunkformen werden als Bürgerfunk betrachtet, sind lokal begrenzt und in der Regel zugangsoffen. In beiden wird keine Werbung gesendet. Die Mitarbeiter des Offenen Kanals geben technische und redaktionelle Hilfestellungen, allerdings gibt es keine Redaktion, die den Sendeinhalt kontrolliert. Beim Nichtkommerziellen Lokalfunk liegt die Verantwortung bei einer Redaktion. Wie die Redaktion strukturiert ist, ist Teil des Senderkonzeptes und damit von Initiative zu Initiative verschieden. Wie bei klassischen Radiosendern gibt es ein festes Sendeschema. Der Unterschied zu den kommerziellen oder öffentlich-rechtlichen Sendern liegt darin, dass Nichtkommerzielle Radios zugangsoffener sind und ehrenamtliche Mitarbeiter zusammen mit wenigen Redakteuren Sendungen produzieren. Die Musikauswahl ist nicht von Plattenfirmen bestimmt.

Beim Bildungszentrum Bürgermedien e.V. können Nutzer, Mitarbeiter und Multiplikatoren von Offenen Kanälen Fortbildungsveranstaltungen zu verschiedenen Themen belegen. Die  Seminare werden in verschiedenen Bundesländern an verschiedenen Orten durchgeführt. Das Bildungszentrum BürgerMedien e.V. ist eine Einrichtung, die von den Landesmedienanstalten der Länder Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Baden-Württemberg und des Saarlands sowie der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und der Stadt Ludwigshafen getragen wird. Gegründet wurde der Verein im Jahr 1995 mit dem Ziel, die Aus- und Weiterbildung in und mit Offenen Kanälen (OK) und Nichtkommerziellen Radios (NKL) zu vernetzen und weiter zu entwickeln.

 

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