Die Privatradios sind wie die privaten Fernsehsender auf Werbeerlöse angewiesen. Sie finanzieren sich fast ausschließlich aus Werbung und Sponsoring.
Für den Verkauf von Werbezeiten greifen die Radiosender und ihre Vermarkter auf die Hörerzahl pro Duchschnittsstunde mit Werbung zurück. Aufgrund dieser Reichweiten entscheiden Werbekunden und Agenturen über die Belegung einzelner Hörfunkangebote.
Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e.V. erforscht, wie die Verbraucher die Mediengattungen von Fernsehen, Radio über Zeitungen, Zeitschriften, Plakat und Kino bis hin zum Online Angebot nutzen. 50.000 Mediennutzer liefern jene Daten, die für das Radio – öffentlich-rechtlich wie privat – in der so genannten ma (Media Analyse) mehrmals pro Jahr veröffentlicht werden. Während für Tageszeitungen, Zeitschriften und Kino die Interviews „face to face“ (von Angesicht zu Angesicht) durchgeführt werden, wird beim Hörfunk beispielsweise telefonisch mit der CATI Technik (Computer Assisted Telephone Interviewing) befragt. Auf der Basis des Datenmaterials wird künftiges Mediennutzungsverhalten prognostiziert. Da unter den Mitgliedern und Repräsentanten der gesamten Werbebranche Konsens über Methodik und Resultate besteht, wird durch die ma eine von allen Medien anerkannte einheitliche „Werbewährung“ in Deutschland hergestellt.
Die privaten Radiosender werden einzeln und innerhalb ihrer Werbekombinationen dargestellt. Dies geschieht in drei Versionen: auf der Basis der Hörerreichweiten für den ganzen Tag, der durchschnittlichen Werbestunde von 6 bis 18 Uhr und für jede einzelne Werbung führende Stunde.