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Werbung

Unter Werbung versteht man „jede Äußerung bei der Ausübung eines Handels, Gewerbes, Handwerks oder freien Berufs, die im Rundfunk von einem öffentlich-rechtlichen oder einem privaten Veranstalter oder einer natürlichen Person entweder gegen Entgelt oder eine ähnliche Gegenleistung oder als Eigenwerbung gesendet wird, mit dem Ziel, den Absatz von Waren oder die Erbringung von Dienstleistungen, einschließlich unbeweglicher Sachen, Rechte und Verpflichtungen, gegen Entgelt zu fördern“ (§ 2 Abs. 2 Nr. 7 RStV).


Demnach gelten nicht als Werbung:

  • Hinweise auf das eigene Programm (z.B. Programmhinweise und -trailer, Eigenpromotion des Senders)
  • Hinweise auf Begleitmaterialien zu Sendungen (Bücher und DVDs/CDs zur Sendung)
  • unentgeltliche Beiträge im Dienst der Öffentlichkeit (einschließlich Spendenaufrufe zu Wohlfahrtszwecken)
  • gesetzliche Pflichthinweise (Ziff. 1 Abs. 1 WerbeRL)

 

Anforderungen an Fernsehwerbung

Bei der Verbreitung von Werbung haben die Veranstalter klare Anforderungen, insbesondere an die Trennung von Programm und Werbung und die Kennzeichnung von Werbung, einzuhalten. Schleichwerbung ist unzulässig.

Werbung und Teleshopping dürfen weder die Menschenwürde verletzen oder diskriminieren, noch irreführen oder den Interessen der Verbraucher schaden. Um sich vom Programm abzugrenzen ist es den Werbetreibenden untersagt, das übrige Programm inhaltlich und redaktionell zu beeinflussen. Werbung muss als solche leicht erkennbar und vom redaktionellen Inhalt unterscheidbar sein (Trennungsgrundsatz) (Ziff. 1 Abs. 1 WerbeRL).

Werbedauer

Der Anteil an Sendezeit für Fernsehwerbespots und Teleshopping-Spots innerhalb einer Stunde darf 20 % nicht überschreiten. Produktplatzierungen und Sponsorhinweise sind auf diese Werbemenge jedoch nicht anzurechnen. Es dürfen also stündlich bis zu 12 Minuten Werbespots und Teleshoppingspots ausgestrahlt werden. Hinweise, die nicht als Werbung gelten (s.o.) sowie Dauerwerbesendungen und Teleshoppingfenster werden nicht auf die Werbemenge angerechnet.

Filme, Kinofilme und Nachrichtensendungen dürfen für jeden programmierten Zeitraum von mindestens 30 Minuten nur einmal für Fernsehwerbung oder Teleshopping unterbrochen werden. Serien, Reihen und Dokumentarfilme bilden für diese Regelung eine Ausnahme und dürfen, unter Berücksichtigung des zusammenhängenden Charakters der Sendung, häufiger unterbrochen werden (§ 7a Abs. 2 & 3 RStV).  Kindersendungen dürfen nicht durch Werbung unterbrochen werden (§ 45 Abs. 1 RStV)

Dauerwerbesendungen

Sendungen von mindestens 90 Sekunden Dauer, in denen Werbung redaktionell gestaltet ist, werden als Dauerwerbesendungen bezeichnet. Bei ihnen steht der Werbecharakter erkennbar im Vordergrund und stellt einen wesentlichen Bestandteil der Sendung dar. Dauerwerbesendungen müssen unmittelbar vor Beginn als solche angekündigt und während des gesamten Verlaufs mit dem Schriftzug „Werbesendung“ oder „Dauerwerbesendung“ gekennzeichnet werden. Dauerwerbesendungen für Kinder sind unzulässig (Ziff. 3 Abs. 3 WerbeRL)

Werbeverbote

Für Sportwetten, Glücksspiele, Tabak und Arzneimittel darf nicht geworben werden (Ziff. 7 Abs. 8 WerbeRL).    

Werbung politischer, weltanschaulicher oder religiöser Art ist ebenfalls unzulässig. Im bundesweit zugelassenen Rundfunk ist den politischen Parteien zu Bundestags- und Europaparlamentswahlen jedoch eine angemessene Sendezeit einzuräumen (§ 42 Abs. 2 RStV).

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Diskussion auf Twitter: #DLMPresse

Pressestream zum YouTube Leitfaden vom 20.10.2015

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