Rundfunkprogramme finden - chancengleich und diskriminierungsfrei

Der Anteil digitaler TV-Haushalte steigt von Jahr zu Jahr, wie die aktuellen Ergebnisse aus dem Digitalisierungsbericht 2015 zeigen. Gleichzeitig stehen die Fernsehzuschauer mittlerweile vor einer Vielzahl an Empfangswegen und Angeboten, die sie für ihren Informations- und Unterhaltungsbedarf nutzen können – vom Smart-TV bis zum Second Screen. Zeit und Aufmerksamkeit der Nutzer bleiben jedoch auf konstantem Niveau. Umso mehr Bedeutung kommt inzwischen den Benutzeroberflächen zu, denn sie stellen üblicherweise den ersten Kontakt zwischen Programmangebot und Zuschauer dar. Auch mit verbesserter Medienkompetenz der Bevölkerung und steigender Anzahl verwendeter Geräte pro Kopf stehen Nutzer ebenso wie Programmanbieter häufig vor der Herausforderung, einzelne Angebote zu finden und auszuwählen bzw. gefunden zu werden.

 

 

Auffindbarkeit der Programme ist von Senderlisten abhängig

Wie wichtig dabei etwa die Sortierung der TV-Senderliste für die Auffindbarkeit von Programmen tatsächlich ist, wird an den Daten des Digitalisierungsberichts zur Nutzung des elektronischen Programmführers (EPG) deutlich. Nur gut ein Fünftel (21,8%) der befragten Personen in Haushalten mit digitalem Fernsehempfang gibt an, die Senderliste umsortiert zu haben, welche der Netzbetreiber bzw. der Hersteller des Empfangsgeräts bereitstellen. Noch weniger Fernsehzuschauer (13,8%) legen eine eigene Favoritenliste an, um sich ihr Programmbouquet zusammenzustellen.

Aus diesen Erkenntnissen folgt der Schluss, dass die große Mehrheit der Fernsehzuschauer den Zugang zu den Angeboten über die voreingestellte Senderliste erhält. Die Senderlistung variiert jedoch zwischen den Plattformanbietern und auch zwischen den Geräteherstellern, sodass nicht allen TV-Nutzern bundesweit dieselbe Senderreihenfolge angezeigt wird. Um die Kriterien dieser Sortierung und die Unterschiede zwischen den Anbietern transparent zu machen, haben die Medienanstalten diese Informationen auf ihrer Website veröffentlicht, insoweit sie aktuell vorliegen. Die Regulierungskompetenz der Medienanstalten umfasst allerdings nur die Benutzeroberflächen der Plattformanbieter und schließt die Voreinstellungen von Geräten wie etwa Set-Top-Boxen ebenso aus wie App-Portale von Smart-TVs und die Benutzeroberflächen von Video-on-Demand-Anbietern.

Aufrufen der Angebote meist über herstellerdefinierte Oberflächen

Aus diesen Erkenntnissen folgt der Schluss, dass die große Mehrheit der Fernsehzuschauer den Zugang zu den Angeboten über die voreingestellte Senderliste erhält. Die Senderlistung variiert jedoch zwischen den Plattformanbietern und auch zwischen den Geräteherstellern, sodass nicht allen TV-Nutzern bundesweit dieselbe Senderreihenfolge angezeigt wird. Um die Kriterien dieser Sortierung und die Unterschiede zwischen den Anbietern transparent zu machen, haben die Medienanstalten diese Informationen auf ihrer Website veröffentlicht, insoweit sie aktuell vorliegen. Die Regulierungskompetenz der Medienanstalten umfasst allerdings nur die Benutzeroberflächen der Plattformanbieter und schließt die Voreinstellungen von Geräten wie etwa Set-Top-Boxen ebenso aus wie App-Portale von Smart-TVs und die Benutzeroberflächen von Video-on-Demand-Anbietern.

Auch weitere EPG-Funktionen werden genutzt

Neben der Umsortierung der Senderliste und dem Anlegen einer Favoritenliste nutzen einige Fernsehzuschauer „zumindest gelegentlich“ noch weitere Funktionen des elektronischen Programmführers. Nahezu alle EPG-Nutzer greifen mit der EPG-Funktion auf die Programmübersicht und die Programminformationen zu. Während immerhin 42% mit diesem Hilfsmittel auch spontan nach Sendern oder Sendungsarten suchen, nutzen nur 16% den EPG für redaktionelle Empfehlungen oder Programmtipps.

Knapp die Hälfte der EPG-Nutzer gibt an, über den Programmführer die Aufnahme von Sendungen zu programmieren. Gegenüber dem Vorjahr ist in allen abgefragten Funktionen ein leichter Anstieg der EPG-Nutzung zu verzeichnen.

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