Recht(s)-sicher durch die Welt des Influencer Marketings #watchdog18

Bei dem diesjährigen #watchdog-Event der Medienanstalten „Recht(s)-sicher durch die Welt des Influencer Marketings“ am 22. November in Köln diskutierten Direktor*innen und Professor*innen sowie Richter*innen und Influencer*innen über die Trends im Influencer Marketing und korrekte Werbekennzeichnung im Social Media.

Seit der Veröffentlichung der FAQs zu Werbefragen in sozialen Medien 2015 ist viel passiert: Kooperationen zwischen Unternehmen und Influencern nehmen immer mehr zu, was im vergangenen Jahr Gegenstand einer Vielzahl von Gerichtsentscheidungen war. Nach der „Abmahnwelle“ gegen Influencer und Blogger herrscht zunehmend Unsicherheit: Gibt es eine Kennzeichnungspflicht auch bei selbst gekauften Produkten oder der Markierung von befreundeten Bloggern?

Um diese Fragen zu klären, waren zu #watchdog18 Vertreter*innen der Influencer Szene, der Wettbewerbszentrale, der Werbewirtschaft und eines zuständigen Gerichts eingeladen. Bloggerin Vreni Frost, die von dem Verband Sozialer Wettbewerb wegen eines Posts ohne bezahlte Kooperation abgemahnt wurde, erzählte ihre Geschichte und von ihrem Wunsch nach einer Professionalisierung der Branche. Influencerin Farina Opoku und ihre Managerin Ann-Kathrin Schmitz appellierten auch an die Plattformen selber, einheitliche Möglichkeiten zur Werbekennzeichnung zur Verfügung zu stellen.

Die Medienanstalten stellten bei dem Event ihren neuen Leitfaden zu Werbefragen bei Social-Media-Angeboten vor, die Matrix zur Werbekennzeichnung.

Hier kommt eine Auswahl der Posts zum Event, mehr Infos gibt’s unter dem Hashtag #watchdog18, beispielsweise auf Twitter:

Weiter ging es mit Prof. Dr. Jürgen Seitz, Professor für Marketing, Medien und Digitale Wirtschaft, und einem Blick auf den Influencer Marketing-Markt. Neben Vreni Frost war ein weiterer Stargast des Abends Farina Opoku alias NovaLanaLove (ca. 900.000 Follower auf Instagram), die zusammen mit ihrer Managerin Ann-Kathrin Schmitz mit Dr. Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW, über den Beruf Influencer zwischen Guide und Glamour sprach Dr. Tobias Schmid von der Landesanstalt für Medien in NRW beendete den Abend mit einer amüsanten und treffenden Zusammenfassung und lud die Plattformbetreiber ein, eine plattformeigene Kennzeichnung von Werbung zu ermöglichen.
Cornelia Holsten, Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten und Direktorin der brema, eröffnete den Abend mit einem Überblick über die aktuelle Situation im Influencer-Marketing und einer persönlichen Einschätzung der Ereignisse. Schon im ersten Panel des Abends gab es hohen Diskussionsbedarf. Es ging es um das Medien- vs. Wettbewerbsrecht: Moderatorin Geraldine de Bastion im Gespräch mit Bloggerin Vreni Frost, Cornelia Holsten, Vorsitzende der DLM und Direktorin der brema, Monika Rhein, Vorsitzende Richterin am Landgericht München I und Richterin im Fall Cathy Hummels, und Stefan Doktorowski, Vorstandsvorsitzender des Influencerverbandes BVIM e.V. Das letzte Panel des Abends rückte die neue Werbekennzeichnungs-Matrix der Medienanstalten in den Fokus und lud zum Feedback ein: Geraldine de Bastion bezog das Publikum bei der Diskussion mit Stefanie Lefeldt, Referentin Recht und Regulierung, Joachim Becker, Fachausschuss Regulierung, Christina Kiel, Wettbewerbszentrale und Prof. Dr. Alexander Güttler, Deutscher Rat Public Relations, mit ein.
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