Transparenz-Check

Die freie Meinungsbildung von Mediennutzer:innen bedarf der Transparenz. Sie ermöglicht Orientierung und erschwert Irreführung. Deswegen müssen kommerzielle und politische Werbung auch online deutlich gekennzeichnet werden. Die Kenntlichmachung von Meinungen oder die Nennung von Quellen sind unerlässlich.

Journalistische Sorgfaltspflichten

Mit dem Transparenz-Check wurde ein Instrument entwickelt, um die Wirkung der konkreten Kennzeichnung und Umsetzung journalistischer Sorgfalt auf die Orientierung der Nutzer:innen von Online-Medien empirisch zu ermitteln. Denn gemäß Medienstaatsvertrag der Länder gelten Kennzeichnungs- und journalistische Sorgfaltspflichten auch für Online-Medien. Die Landesmedienanstalten sind beauftragt, in ihrem Zuständigkeitsbereich die Erfüllung von Kennzeichnungs- und journalistischen Sorgfaltspflichten zu prüfen und damit Transparenz zu gewährleisten.

Es liegen nun Informationen darüber vor, ob Nutzer:innen von Sozialen Medien bezahlte Anzeigen als Werbung identifizieren und welche Bedeutung hier gängige Kennzeichnungen auf populären Plattformen haben. Zudem liefert die Studie Erkenntnisse zu verschiedenen Typen der Informations- und Nachrichtenorientierung und zur Frage, wie Medienvertrauen und Medienwissen in der Bevölkerung verteilt sind.

Es handelt sich um eine bevölkerungsrepräsentative Online-Befragung. Die Ergebnisse werden im Forschungsportal Fakten + Impulse veröffentlicht.