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DLM-Pressemitteilung 11/2013: Bürger- und Ausbildungsmedien besitzen hohe Relevanz für die Zivilgesellschaft

Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten würdigt den Rundfunk der anderen Art

Als thematischen Schwerpunkt behandelte die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) in ihrer Maisitzung die Herausforderungen von Bürger- und Ausbildungsmedien in der mediatisierten Welt. Seit annährend 30 Jahren realisieren und fördern die Landesmedienanstalten nichtkommerzielle, lokale Bürger- und Ausbildungsmedien. Mit mehr als bundesweit 140 Sendern haben sich diese als wichtiger Arbeitsbereich der Landesmedienanstalten positiv entwickelt und lassen sich in vielen verschiedenen Ausprägungen in den Ländern finden. Als vielzitierte dritte Säule des Rundfunks sind die Bürger- und Ausbildungsmedien relevantes Ausdrucksmittel der Zivilgesellschaft. In der DLM-Beratung (am 14. Mai) wurden insbesondere die thematische Breite der Programme, die Akzeptanz der Sender, die Qualitätsentwicklung und die Bedeutung der Förderung von Medienkompetenz gewürdigt.

Der Beauftragte für Medienkompetenz und Bürgermedien der DLM, Jochen Fasco, betonte die Leistung der Bürger- und Ausbildungsmedien: „Mit Blick auf den gesellschaftlichen Stellenwert von Bürger- und Ausbildungsmedien belegt Deutschland im europäischen Vergleich neben Frankreich, den Niederlanden und Dänemark den Spitzenplatz. Dieser begründet sich einerseits durch die gesetzliche Verankerung und der damit fest verbundenen Institutionalisierung der Sender sowie andererseits durch die Umsetzung und die Höhe der finanziellen Unterstützung durch die Medienanstalten.“

Die Bürger- und Ausbildungsmedien verstehen sich nach seinen Worten als „Institutionen vor Ort“. Dabei sei das, was sie vermeintlich „klein“ mache – die Zahl ihrer Rezipienten, die Voraussetzung dafür, dass sie ein beachtetes Programm realisieren könnten. Auf Bürgermedien konzentrierten sich nicht selten die Hoffnungen von Bürgerinitiativen, zu Wort zu kommen und Öffentlichkeit herzustellen.

Perspektivisch würden die Bürger- und Ausbildungsmedien die Unterstützung der Landesmedienanstalten benötigen und auch erhalten, damit sie sich weiter entwickeln könnten, sagte Fasco weiter.

Hinweis:
Detaillierte Informationen zu Bürger- und Ausbildungsmedien in Deutschland finden sie im Jahrbuch der Landesmedienanstalten unter
http://www.die-medienanstalten.de/service/publikationen/jahrbuch.html.

 

Zusatz:
Jochen Fasco ist Beauftragter für Medienkompetenz und Bürgermedien der DLM und zugleich Direktor der Thüringer Landesmedienanstalt.

Über die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM)
Die DLM nimmt die Interessen der Mitgliedsanstalten auf dem Gebiet des Rundfunks auf nationaler und internationaler Ebene wahr. Sie behandelt gemeinsame Angelegenheiten außerhalb der Zulassungs- und Aufsichtsaufgaben, holt Gutachten zu Fragen ein, die für die Aufgaben der Mitgliedsanstalten von grundsätzlicher Bedeutung sind, und beobachtet und analysiert die Programmentwicklung. In der DLM arbeiten die Direktoren bzw. Präsidenten der 14 Landesmedienanstalten zusammen.
Vorsitz: Dr. Jürgen Brautmeier (Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen, LfM)

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