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DLM-Pressemitteilung 15/2013: Brautmeier fordert stärkere Beachtung des Rundfunks bei künftigen Frequenzvergaben

Eine stärkere Beachtung der Interessen des Rundfunks gegenüber dem Mobilfunk hat der Vorsitzende der Medienanstalten, Jürgen Brautmeier, gefordert.

Auf den Münchener Medientagen sagte Brautmeier heute (18.10.), bei der Weiterentwicklung neuer Übertragungsstandards müssten Belange des Rundfunks und seiner Zuschauer stärker berücksichtigt werden, vor allem gegenüber den Interessen der finanzstarken Mobilfunkanbieter.

Die Medienanstalten hätten den Anspruch, dass der Rundfunk auch weiterhin auf so vielen Wegen wie möglich seine Programme verbreiten können sollte, sagte er: „Dazu zählt auch die terrestrische Verbreitung von Programmen, also das Antennenfernsehen. Das wird weiter gebraucht, wie die 4,2 Millionen DVB-T-Nutzer zeigen. Nur so kann das vielfältige System der Programmverbreitung in Deutschland erhalten bleiben“, sagte Brautmeier.

Brautmeier äußerte die Erwartung, dass sich bei dem anstehenden Umstieg von DVB-T (digitales terrestrisches Fernsehen) auf den neuen Standard DVB T2 auch die privaten Anbieter engagieren. Er sei zuversichtlich, dass auch nach dem Ausstieg der RTL-Gruppe aus DVB-T private Anbieter bei dem neuen Standard DVB-T2 dabei sein werden.

Brautmeier äußerte sich auf der Veranstaltung des Instituts für Europäisches Medienrecht (EMR) auf den Münchener Medientagen. Weitere Podiumsteilnehmer waren Iris Henseler-Unger (Vizepräsidentin Bundesnetzagentur), Ulrich Reimers (TU Braunschweig) und Helwin Lesch (Bayrischer Rundfunk). Das EMR wird ab Montag eine Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge bereitstellen (www.emr-sb.de).

 

Über die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM)
Die DLM nimmt die Interessen der Mitgliedsanstalten auf dem Gebiet des Rundfunks auf nationaler und internationaler Ebene wahr. Sie behandelt gemeinsame Angelegenheiten außerhalb der Zulassungs- und Aufsichtsaufgaben, holt Gutachten zu Fragen ein, die für die Aufgaben der Mitgliedsanstalten von grundsätzlicher Bedeutung sind, und beobachtet und analysiert die Programmentwicklung. In der DLM arbeiten die Direktoren bzw. Präsidenten der 14 Landesmedienanstalten zusammen.
Vorsitz: Dr. Jürgen Brautmeier (Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen, LfM)

 

 

 

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