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DLM-Pressemitteilung 16/2013: RTL prüft weitere Nutzung des digitalen Antennenfernsehens: Medienanstalten begrüßen Ankündigung

Die Medienanstalten haben auf die Ankündigung der Mediengruppe RTL positiv reagiert, die weitere Nutzung des digitalen Antennenfernsehens (DVB-T) zur Verbreitung ihrer TV-Programme neu zu prüfen. RTL hatte im Januar angekündigt, bis Ende 2014 die Verbreitung der Programme über DVB-T bundesweit einzustellen. In Bayern ist dies bereits geschehen. Nun, nach Unterzeichnung des Koalitionsvertrages, deutet sich ein Umdenken an, nachdem RTL mitgeteilt hat, die Position in der Frage der digitalen terrestrischen Verbreitung noch einmal zu überdenken und Möglichkeiten auszuloten, an der Terrestrik festzuhalten.

Der DLM-Vorsitzende Jürgen Brautmeier begrüßte in einer Stellungnahme diese Aussagen ausdrücklich. Die Medienanstalten hätten seit geraumer Zeit in Gesprächen, u.a. auch mit der RTL Mediengruppe, versucht deutlich zu machen, dass die digitale Verbreitung von Fernsehprogrammen wichtig sei. „DVB-T ist neben Kabel und Satellit ein wichtiger Weg, Programme in hoher digitaler Qualität zu verbreiten bzw. zu empfangen. Das sollte im Interesse der Zuschauer nicht aufs Spiel gesetzt werden.“

Er sagte weiter, er könne verstehen, dass ein Unternehmen genau prüfen müsse, ob sich eine Weiterverbreitung wirtschaftlich lohne. „Bei DVB-T besteht tatsächlich die Gefahr, dass Kapazitäten nach 2020 nicht mehr für den Rundfunk erhalten bleiben, sondern für den Mobilfunk versteigert werden könnten. Umso mehr freue ich mich, dass jetzt wieder die Chance besteht steht, gemeinsam mit der Medienpolitik nach zukunftstauglichen Lösungen zu suchen, die die Interessen von Rundfunk und Mobilfunk berücksichtigen.“
 

Über die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM)
Die DLM nimmt die Interessen der Mitgliedsanstalten auf dem Gebiet des Rundfunks auf nationaler und internationaler Ebene wahr. Sie behandelt gemeinsame Angelegenheiten außerhalb der Zulassungs- und Aufsichtsaufgaben, holt Gutachten zu Fragen ein, die für die Aufgaben der Mitgliedsanstalten von grundsätzlicher Bedeutung sind, und beobachtet und analysiert die Programmentwicklung. In der DLM arbeiten die Direktoren bzw. Präsidenten der 14 Landesmedienanstalten zusammen.
Vorsitz: Dr. Jürgen Brautmeier (Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen, LfM)

 

 

 

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