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Glossar

Zusätzlich zum (eher technikorientierten) Glossar auf dieser Seite finden Sie auf der Homepage der Landesmedienanstalt Saarland (LMS) ein breit angelegtes Glossar mit Erklärungen zu Begriffen aus der Medienwelt.

Zum Glossar der Landesmedienanstalt Saarland 

0–9

2k-Format
Es handelt sich um eine Bildauflösung von 2048 x 1080 Bildpunkten. Dies bedeutet eine Steigerung gegenüber der Auflösung von Full HD (1920 x 1080) und ermöglicht die Darstellung von mehr Bilddetails.

4k-Format
Es handelt sich um eine Bildauflösung von 4096 x 2160 (oder auch 3840 x 2160) Bildpunkten. Das entspricht bezogen auf Full HD einer Vervierfachung der Auflösung, was eine signifikante Verbesserung der Bildqualität bedeutet.
Die Übertragung eines TV-Signals im 4k-Format erfordert eine Bitrate von etwa 50 Mbit/s.

3D-TV
Diese Abkürzung steht für dreidimensionales Fernsehen [three dimensional television]. Dabei werden die Videosignale für das linke und rechte Auge getrennt übertragen, also das übliche Vollbild durch zwei Teilbilder ersetzt. Die 3D-TV-Geräte müssen deshalb statt der bisherigen 50 Bilder pro Sekunde mindestens 100 Bilder pro Sekunde darstellen können. mehr

3G - Third Generation
(Dritte (Mobilfunk-)Generation)

3G bezeichnet das verfügbare Mobilfunksystem UMTS (Universal Mobile Telecommunications System [engl.]) mehr

4G - Fourth Generation
(Vierte (Mobilfunk-)Generation)

4G bezeichnet das im Aufbau befindliche Mobilfunksystem LTE (Long Term Evolution [engl.]). mehr

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A

AAC - Advanced Audio Coding
(Fortschrittliche Audiocodierung)

AAC kennzeichnet  das derzeit leistungsfähigste Verfahren der Audiocodierung für die Unterhaltungselektronik.

Abwärtsstrecke
Downlink [engl.]

Funkstrecke bei Satellitenübertragung vom Satelliten zur Empfangsanlage auf der Erde.
Diese Funkstrecke führt dazu, dass auf der Erdoberfläche in einem definierten Gebiet der Empfang des  Satellitensignals möglich ist, wenn bestimmte technische Randbedingungen (z.B. Durchmesser der Parabolantenne) erfüllt sind. Dieses Gebiet wird als Ausleuchtzone (Footprint [engl]) bezeichnet.

All IP (All Internet Protocol [engl.])
Ausschließliche Nutzung des Internetprotokolls

Erfolgt in einem System die Signalübertragung ausschließlich auf Basis des Internetprotokolls (IP), dann gilt für dieses Alleinstellungsmerkmal die Bezeichnung „all IP“. mehr

AMR - Active Motion Rate
(Zahl der pro Zeiteinheit auf einem Bildschirm darstellbaren Bilder)

Durch AMR wird für ein digitales Fernsehgerät angegeben, wie viele Bilder pro Sekunde dargestellt werden. Die Angabe erfolgt in der Regel in Hertz (Hz). Gemäß Standard werden beim digitalen Fernsehen 50 Bilder pro Sekunde übertragen, was AMR = 50 Hz bedeutet. Abhängig vom Gerätetyp kann diese Zahl für die Bilddarstellung auf 100, 200, 400 oder mehr erhöht werden, um Bewegungsabläufe im Bild flüssiger darzustellen. Es wird dann die Bezeichnung 100-Hz-Technik, 200-Hz-Technik, …. verwendet. mehr


Analog-Digital-Umstieg

Kennzeichnet den Wechsel bei Programmen, Diensten und sonstigen Inhalten von der analogen Signalübertragung auf die digitale Signalübertragung. Damit sind üblicherweise auch Änderungen der Leistungsmerkmale verbunden.

Für den Analog-Digital-Umstieg wird umgangssprachlich auch die Bezeichnung Digitalisierung verwendet.

App - Application
(Anwendung)

Als Apps sind Anwendungen zu verstehen, die durch Ansteuerung eines entsprechenden Feldes, Zeichens oder Symbols (Icon [engl.]) auf dem Bildschirm ausgelöst werden können. mehr


Auffindbarkeit

Stellt ein wesentliches Merkmal bei übertragenen oder gespeicherten Inhalten (z.B. Programme, Nachrichten, Filmen, Dokumentationen, …) dar. Es gibt unterschiedliche Verfahren, wie gewünschte Inhalte gezielt, schnell und unkompliziert aus einem großen Angebot herausgefunden werden können. Dabei kommt stets das Konzept der Suchmaschinen zum Einsatz.

 

Aufwärtsstrecke
(Uplink)

Funkstrecke bei Satellitenübertragung von der Satelliten-Bodenstation (auch als Erdefunkstelle bezeichnet) zum Satelliten auf der ausgewählten Orbitposition. mehr

AVC - Advanced Video Coding
(Fortschrittliche Videocodierung)

AVC kennzeichnet  das derzeit leistungsfähigste Verfahren der Videocodierung für die Unterhaltungselektronik.  

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B

B2B (Business to Business)
Internet für kommerzielle Nutzer

B2B kennzeichnet den Internetzugang für Geschäftskunden, also kommerzielle Nutzer. Die erforderliche Verbindung zur Datenübertragung besteht dabei zwischen dem Internet-Diensteanbieter (Internet Service Provider (ISP) [engl.]) und den Geschäftskunden. 

Backbone

Beim Backbone ("Rückgrat") handelt es sich um im Hintergrund von Kabelnetzen arbeitende Netze mit hoher Übertragungskapazität, die für eine optimale Zuführung der Programme und Dienste sorgen. mehr


Benutzeroberfläche
Es handelt sich um eine grafische Schnittstelle zwischen dem Nutzer und einer elektronischen Funktionseinheit (z.B. Bildschirm), über die Bedienvorgänge bewirkt werden können. Häufig wird für Benutzeroberfläche auch die englische Abkürzung GUI [graphical user interface] verwendet.

Real handelt es sich um eine Bedienoberfläche für den Nutzer, bei der Hardware und Software zum Einsatz kommen.

BER -  Bit Error Rate
(Bitfehlerrate)

Es wird auch die Bezeichnung Bitfehlerhäufigkeit (BFH) verwendet.
Die Bitfehlerrate gibt an, wie viele nach einer Übertragung empfangene Bit fehlerhaft sind. Es handelt sich um das Verhältnis der Zahl der fehlerhaft empfangenen Bit zu der Zahl der gesamt empfangenen Bit,  bezogen auf eine festgelegte Zeitdauer.
Die Bitfehlerrate ist eine dimensionslose Zahl und weist stets Werte kleiner Eins auf.

Best Effort
Best Effort kennzeichnet bei der Datenübertragung in Netzen (z.B. Internet), dass diese mit „größten Bemühungen“ erfolgt. Die Übertragung wird dabei „so gut wie möglich“ durchgeführt, was lediglich die Zusicherung einer minimalisierten Dienstgüte [quality of service (QoS)] bedeutet.

In paketvermittelten Netzen werden bei Best Effort alle eintreffenden Datenpakete weitergeleitet, solange im Netz noch freie Übertragungskapazität vorhanden ist. Eine vollständige und fehlerfreie Übermittlung der Informationen ist dadurch nicht garantiert. Ist nämlich an einer Stelle im Netz Auslastung gegeben, dann kommt es unweigerlich zu einem Datenstau, der durch geeignete Steuerungsverfahren wieder aufgelöst werden muss. Das führt zu Störeffekten bei Übertragungen in Echtzeit [realtime].


Breitband
In der digitalen Welt orientiert sich der Begriff Breitband  zwar an technischen Aspekten – die Festlegung der Bitrate, ab der von Breitband gesprochen wird, erfolgt jedoch nach politischen Gesichtspunkten auf nationaler und europäischer Ebene. Anfänglich galten alle Bitraten ab 256 kBit/ s als Breitband. Dieser Wert wurde längst auf 2 Mbit/ s (Download) angehoben. Weitere Steigerungen der definitorischen Mindestbitrate sind absehbar. Je größer der Wert für die verfügbare Breitbandigkeit ist, umso mehr Daten können pro Sekunde übertragen werden.

Breitbandausbau
Dabei handelt es sich um den Aufbau und den Betrieb leistungsfähiger Breitbandnetze. Es können leitungsgebundene Technologien (wie Datenleitungen, koaxiale Leitungen und optische Leitungen (z.B. Glasfaser) 
zum Einsatz kommen, aber auch funkgestützte Systeme.

Der Ausbau soll in Deutschland flächendeckend in der Art erfolgen, dass bis spätestens 2018 jedem Haushalt mindestens eine Datenrate von 50 Mbit/s zur Verfügung steht. Da der Ausbau in ländlich strukturierten (ruralen) Gebieten für Netzbetreiber nicht in allen Fällen wirtschaftlich ist, gibt es verschiedene Förderprogramme des Bundes und der Länder.

Bitfehlerhäufigkeit
siehe: BER

Bitrate (Bit Rate)
Es wird auch die Bezeichnung Datenrate (Data Rate [engl.]) verwendet.
Die Bitrate ist ein Maß, wie viele Bit pro Sekunde übertragen werden. Es handelt sich also um eine Geschwindigkeit. Die Angabe erfolgt deshalb in bit/s, wobei durch die Vorzeichen k (Kilo), M (Mega) und G (Giga) auch große Werte übersichtlich darstellbar sind.  Es gelten folgende Zusammenhänge:

  • Kilobit pro Sekunde:      1 kbit/s   =               1.000 bit/s
  • Megabit pro Sekunde:   1 Mbit/s  =        1.000.000 bit/s
  • Gigabit pro Sekunde:    1 Gbit/s  =  1.000.000.000 bit/s


Bildauflösung
(Picture Definition)

Die Bildauflösung wird oft auch nur als Auflösung bezeichnet.
Sie gibt an, aus wie vielen Bildpunkten (Picture Element (Pixel) [engl.]) ein digitales Fernsehbild besteht. mehr


Bildformat
Das Bildformat gibt das Verhältnis der Breite eines Bildes zu seiner Höhe an. In der Medientechnik sind dabei nur die Bildformate 16:9 und 4:3 von Bedeutung. mehr


Blendenbrille

siehe: Shutter-Brille


Breitband (Broadband)
In der analogen Welt bedeutet Breitband einen großen Wert für die Frequenzband-breite, bezogen auf einen betrachteten Frequenzbereich.
In der digitalen Welt wird die Bezeichnung Breitband für Bitraten (Datenraten) verwendet, die einen festgelegten Wert überschreiten. mehr


Broadcast  (Rundfunk)
Broadcast bezeichnet die klassische Verbreitung von Hörfunk- und Fernsehprogrammen über terrestrische Sendernetze, Kabelnetze und Satelliten.


Brutto-Bitrate
Es gilt auch die Bezeichnung Brutto-Datenrate.
Bitrate eines Signals nach der Kanalcodierung, also Ergänzung des Fehlerschutzes.


Brutto-Datenrate
siehe: Brutto-Bitrate


B2C (Business to Costumer)
Kommerzielle Angebote für Nutzer

Bei B2C handelt es sich um das Konzept, privaten Nutzern (Verbrauchern, Kunden, Konsumenten, …) Waren und/oder Dienstleistungen gegen Entgelt (also kostenpflichtig) anzubieten. Bezogen auf die Medientechnik sind das Bezahlfernsehen (Pay-TV) und das Abruffernsehen (Video on Demand) typische Beispiele dafür.

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C

Can Carry

Der Begriff betrifft die Belegung von Kabelnetzen mit digitalen Programmen. Es handelt sich um Programme, die unabhängig von den Must-Carry-Vorgaben unter Berücksichtigung der Vielfaltsaspekte von den Kabelnetzbetreibern selber ausgewählt werden können. Dies stellt einen Entscheidungsspielraum für die Kabelnetzbetreiber dar, die für ein Drittel der digitalen Kabelkapazität gilt.


CI - Common Interface
(Gemeinsame Schnittstelle)

Bei CI handelt es sich um eine standardisierte Schnittstelle an Empfangsgeräten für den steckbaren Anschluss von Conditional Access Modulen (CAM). Dies ist ein Lösungsansatz für den Empfang verschlüsselter Programme und ermöglicht die unkomplizierte Verwendung jedes Empfangsgerätes für beliebige CA-Systeme. Es muss lediglich das CAM für das jeweilige CA-System zur Verfügung stehen.

CI+ Slot - Common Interface plus Slot
(Schacht für CI+ –Modul)

Es handelt sich beim CI+ Slot um die an einem Gerät verfügbare Steckverbindung für ein CI+ -Modul. 
 

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D

DAB [digital audio broadcasting]
Bei DAB handelt es sich um digitalen Hörfunk über terrestrische Sender gemäß dem europäischen Standard EN 300 40. Dafür gilt auch die Bezeichnung terrestrisches Digitalradio. Den Anstoß dafür gab die Entscheidung der Europäischen Ministerkonferenz im Jahre 1986 zur Entwicklung eines digitalen Hörfunksystems, was zum Start des Projekts EUREKA 147 führte.

Als Audiocodierung (= Quellencodierung) wird bei DAB MPEG-1 Layer 2 verwendet, für die Übertragung das Mehr-Träger-Verfahren OFDM [orthogonal frequency division multiplex] und vierwertige Phasenumtastung 4-PSK [four state phase shift keying] für die Modulation der einzelnen Träger. Für die Modulation gilt auch die gleichwertige Bezeichnung QPSK [quaternary phase shift keying].
Die Übertragung erfolgt bei DAB in 1,536 MHz breiten Frequenzblöcken innerhalb der 7 MHz breiten Fernsehkanäle im VHF-Band III (174 MHz bis 230 MHz). In einem DAB-Frequenzblock lässt sich maximal eine Datenrate von 2,4 Mbit/s erreichen. Bei dem in der Praxis typischen Fehlerschutz (= Kanalcodierung) reduziert sich dieser Wert für die Nutzdaten auf etwa 1,5 Mbit/s. Das betrifft die Hörfunkprogramme und die möglichen Zusatzinformationen, die programmbezogen oder programmunabhängig sein können. Es ist deshalb stets zwischen PAD [programme associated data] und NPAD [non programme associated data] zu unterscheiden.

Bei der verwendeten Audiocodierung sind 192 kbit/s für ein Stereosignal in CD-vergleichbarer Qualität erforderlich. Deshalb können maximal sieben Hörfunkprogramme in einem DAB-Frequenzblock untergebracht werden. Die Übertragung der Programmsignale erfolgt dabei nicht auf getrennten Wegen parallel, sondern als Multiplexsignal.
Bei DAB ist eine hohe Frequenzeffizienz gegeben, weil die digitale Modulation Gleichwellennetze [single frequency network] ermöglicht. Bei diesem arbeiten alle Sender in einem vorgegebenen Versorgungsbereich auf derselben Frequenz.

DAB weist bedingt durch das Mehr-Träger-Verfahren OFDM auch eine ausgeprägte Robustheit gegen Störeinflüsse beim Übertragungsvorgang auf. Es handelt sich dabei in der Regel um schmalbandige (= selektive) Störungen, die systembedingt nur wenige Träger betreffen. Diese lassen sich deshalb üblicherweise mit dem durch die Kanalcodierung vorhandenen Fehlerschutz  kompensieren.


DAB+ [digital audio broadcasting plus]
Bei DAB+ handelt sich um eine Weiterentwicklung von DAB, mit der die Übertragungskapazität für Programme und Zusatzinformationen gesteigert werden konnte und zwar durch den Wechsel der Audiocodierung von MPEG-1 Layer 2 auf MPEG-4 AAC, wobei die Abkürzung AAC für „advanced audio coding“ steht.

Bei MPEG-4 AAC benötigt ein Stereosignal gegenüber MPEG-1 Layer 2 nur noch   96 kbit/s. Dies ermöglicht nun bis zu 14 Programme in einem DAB-Frequenzblock, was eine Verdoppelung gegenüber DAB bedeutet. Als weitere Verbesserung steht inzwischen auch die Audiocodierung MPEG-4 AAC+ zur Verfügung, bei der sich die Datenrate für ein Stereosignal auf 64 kbit/s reduziert. Damit lassen sich bis zu         23 Programme pro DAB-Frequenzblock übertragen, was eine ausgeprägte Programmvielfalt ermöglicht.

Zwischen DAB+ und DAB besteht zwar Kompatibilität bezüglich Kanalcodierung, Übertragungsmodus und Modulation, aber nicht bei der Audiocodierung. Vorhandene DAB-Empfänger sind deshalb nicht für DAB+ nutzbar und umgekehrt. Es werden deshalb für DAB+ neue Empfänger benötigt. Diese sind meistens aber auch für den Empfang von DAB ausgelegt.

Datenrate
siehe: Bitrate

Direct LED-Backlight
Direkte Hintergrundbeleuchtung mit Leuchtdioden bei LCD-Flachbildschirmen.
Bei diesen Flüssigkristall-Bildschirmen sind für die Hintergrundbeleuchtung 3072 Leuchtdioden vollflächig hinter dem Bildschirm angeordnet und 512 Sektoren separat steuerbar. Damit ist eine besonders gute Abstimmung auf den Bildinhalt möglich.


Digitale Dividende
Durch die Digitalisierung von Übertragungswegen gewonnene Übertragungskapazität, da die digitale Übertragung von Inhalten gegenüber der analogen Übertragung frequenzeffizienter ist.

Digitalisierung
siehe:  Analog-Digital-Umstieg

Digital Video Broadcasting
siehe:  DVB

Digitales Antennenfernsehen
siehe:  DVB-T

Digitales Kabelfernsehen
siehe:  DVB-C

Digitales Satellitenfernsehen
siehe:  DVB-S

DMB [digital multimedia broadcasting]
DMB wurde als technisches Konzept für die Übertragung multimedialer Inhalte auf auch als Handhelds bezeichnete tragbare Endgeräte mit kleinen Bildschirmen (bis etwa 12 cm Bildschirmdiagonale) entwickelt. Multimediale Inhalte sind beliebige Kombinationen aus Audio, Video, Texten, Grafiken und sonstigen Effekten.

Wegen den gegenüber TV-Geräten kleineren Bildschirmen kann bei DMB mit geringerer Bildauflösung gearbeitet werden. Daraus resultiert die Reduzierung der Datenrate auf 10 … 20 Prozent. Es wurde für die Datenrate der einzelnen multimedialen Angebote der Bereich 250 … 350 kHz festgelegt, außerdem die Quellencodierung MPEG-4 (d.h. Audiocodierung AAC und Videocodierung AVC) und die DAB-Übertragungstechnik. Auf diese Weise lassen sich vier multimediale Angebote pro DAB-Frequenzblock übertragen.

Die Einführung von DMB erfolgte nicht, weil das Konzept durch die Entwicklungen im Mobilfunkbereich überholt wurde.

Downlink
siehe: Abwärtsstrecke

Dreidimensionales Fernsehen
siehe:  3D-TV

DRM [digital radio mondial]
DRM ermöglicht die Digitalisierung der Langwellen(LW)-, Mittelwellen(MW)- und Kurzwellen(KW)-Bereiche bei denen bisher die analoge Amplitudenmodulation (AM) verwendet wird. Es handelt sich um OFDM mit 88 …228 Trägern in Abständen von 107 … 42 Hz, bei denen als Modulation 16-QAM oder 64-QAM zum Einsatz kommt. Im Gegensatz  zu DAB mit 1,5 MHz breiten Frequenzblöcken und einem Multiplexsignal aus mehreren Programmen sind bei DRM Kanalbandbreiten für jeweils ein Programm festgelegt, nämlich 9 kHz für LW/MW und 5 kHz für KW.

Als Audiocodierung innerhalb der Kanalbandbreite des Programmsignals kommt MPEG-4 AAC zum Einsatz. Es werden allerdings auch Informationen über die außerhalb liegenden  Spektralanteile durch das Verfahren SBR [spectral band replication] erfasst und ergänzend zum Empfänger übertragen. Damit kann dieser das decodierte Audiosignal um Frequenzanteile erweitern, die oberhalb der Kanalbandbreite liegen. Dieses Konzept wird als HE AAC [high efficiency advanced audio coding] bezeichnet. Es bewirkt trotz der geringen Datenrate von 20 … 24 kbit/s eine dem analogen FM-Hörfunk subjektiv vergleichbare Audioqualität.

DRM+ [digital radio mondial plus]
Während DRM nur für Frequenzen bis 30 MHz ausgelegt  ist, kann DRM+ bis 120 MHz eingesetzt werden. Dadurch könnte zum Beispiel der bisherige UKW-Bereich digitalisiert werden.

Bei DRM+ wird die Audiocodierung MPEG-4 AAC verwendet, was zu Datenraten von 35 … 185 kbit/s pro Programm führt. Die Übertragung im Kanalraster von 100 kHz erfolgt nach dem OFDM-Verfahren und zwar mit 213 Trägern, die einen Abstand von 444,4 Hz zueinander aufweisen.  Für die Modulation der Träger sind wahlweise 16-QAM oder 64-QAM möglich. Auf diese Weise ist volle CD-Qualität des übertragenen Audiosignals realisierbar.

DSL - Digital Subscriber Line
(Digitale Teilnehmer-Anschlussleitung)

Durch DSL wird am vorhandenen Telefonanschluss zusätzliche Übertragungskapazität für Daten bereitgestellt. Diese kann ohne Beeinflussung des Telefonbetriebs beliebig genutzt werden. Typische Beispiele sind Internet und IPTV. Bei DSL sind Datenraten bis zu 50 Mbit/s möglich.

DSLAM (Digital Subscriber Line (DSL) Access Multiplexer)
(Zugriffsmultiplexer für Modems an der digitalen Teilnehmer-Anschlussleitung)
Der DSLAM ist eine technische Funktionseinheit auf der Anbieterseite im Telefonnetz, um zusätzlich zur Telefonie auch breitbandige Datenübertragung (z.B. Internet) bis 50 Mbit/s zu ermöglichen. Auf der Anwenderseite wird für den geregelten bidirektionalen Datenverkehr über den Hin- und Rückkanal bei jedem Nutzer ein DSL-Modem benötigt. Der DSLAM bildet somit das Gegenstück zum DSL-Modem.

DVB - Digital Video Broadcasting
DVB ist ein Sammelbegriff für die Fernsehübertragung mit digitalen Signalen, die gemäß den Vorgaben bestimmter Standards erfolgt mehr

DVB-C [digital video broadcasting  -  cable]
Bei DVB-C handelt es sich um das digitale Kabelfernsehen. Dies ist gemäß EN 300 429 standardisiert und für alle 7 MHz und 8 MHz breiten Kanäle in Kabelnetzen geeignet. In Deutschland werden üblicherweise nur die 8-MHz-Kanäle von 230 MHz bis 862 MHz für DVB-C verwendet.

Als Videocodierung wird MPEG-2 eingesetzt, was zu 4 … 6 Mbit/s für Bilder mit einfacher Auflösung [standard definition (SD)] bzw. 8 … 12 Mbit/s für Bilder mit hoher Auflösung [high definition (HD)] führt. Zunehmend wird auch die Videocodierung MPEG-4 verwendet, bei der sich für SD nur noch 2 … 3 Mbit/s ergeben und für HD der Bereich 6 … 10 Mbit/s.

Als Modulation sind 16-QAM, 64-QAM und 256-QAM zulässig, der durch die Kanalcodierung bewirkte Fehlerschutz besteht aus dem Reed-Solomon-Code (RS-Code) und dem Faltungscode. Dadurch sind Netto-Datenraten im Bereich 25,7 … 51,3 Mbit/s bei einem Störabstand von 18 dB bis 29,5 dB möglich.

Mit DVB-C können somit pro Kanal bis zu zehn SD-Programme, bis zu fünf HD-Programme oder eine beliebige Kombination beider Programmarten übertragen werden. Deren Empfang setzt allerdings für DVB-C geeignete Empfänger voraus.

DVB-S [digital video broadcasting  -  satellite]
Bei DVB-S handelt es sich um das digitale Satellitenfernsehen, das im Frequenzbereich 10,7 … 12,75 GHz übertragen wird und dessen Übertragungsbandbreite (= Transponderbandbreite)  in der Regel 36 MHz beträgt.

DVB-S ist gemäß EN 300 421 standardisiert, arbeitet mit vierwertiger Phasenumtastung [four state phase shift keying (4-PSK)] und nutzt  für den Fehlerschutz im Übertragungskanal den Reed-Solomon-Code (RS-Code) und den Faltungscode, was zu einer Netto-Datenrate im Bereich 26,1 … 45,6 Mbit/s führt. Dadurch „passt“ der Inhalt eines Transponders genau in einen Kabelkanal, was aufwändige Wandlungen zwischen Satellit und Kabel unnötig macht.

Da als Videocodierung MPEG-2 oder auch MPEG-4 zum Einsatz kommt, können mit DVB-S pro Transponder bis zu zehn SD-Programme, bis zu fünf  HD-Programme oder eine beliebige Kombination beider Programmarten übertragen werden. Deren Empfang setzt allerdings für DVB-S geeignete Empfänger voraus.

DVB-T [digital video broadcasting  -  terrestrial]
Bei DVB-T handelt es sich um das digitale Antennenfernsehen, das gemäß EN 300 744 standardisiert ist und im Frequenzbereich 470 … 694 MHz über terrestrische Sender verbreitet wird. Dabei kommt als Videocodierung MPEG-2 zum Einsatz, was bis zu vier SD-Programme pro Kanal ermöglicht. Die Übertragung erfolgt nach dem OFDM-Verfahren mit etwa 8.000 Trägern, wobei deren Modulation durch 4-PSK, 16-QAM oder 64-QAM erfolgt.

Wegen der terrestrischen Übertragung spielt der Fehlerschutz eine wichtige Rolle. Davon abhängig sind Netto-Datenraten von 5 Mbit/s bis 31,7 Mbit/s realisierbar. Der Empfang setzt allerdings für DVB-T geeignete Empfänger voraus.

DVB-T2 [digital video broadcasting  -  terrestrial, second generation]
Bei DVB-T2 handelt es sich um die 2. Generation des digitalen Antennenfernsehens, das gemäß EN 300 774 standardisiert ist und gegenüber DVB-T bessere  Leistungsmerkmale aufweist. Dazu gehört unter anderem als Kanalcodierung der Fehlerschutz LPDC und BCH-Code.

Als wesentliches Kriterium gilt allerdings der Übergang bei der Videocodierung von MPEG-2 auf HEVC [high efficiency video coding]. Dadurch weisen SD-Programme nur noch Datenraten im Bereich 1 …1,5 Mbit/s auf, bei HD-Programmen handelt es sich um 4 … 6 Mbit/s. Damit kann eine große Programmvielfalt pro TV-Kanal realisiert werden und zwar als beliebige Kombination aus SD- und HD-Programmen.

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E

Edge-LED-Technology

Technik an Kanten eingesetzter Leuchtdioden.
Es gilt auch die Bezeichnung eLED.
Bei dieser Technologie werden Leuchtdioden (Light Emitting Diode [engl.](LED)) für die Hintergrundbeleuchtung bei LCD (Flüssigkristall)-Bildschirmen verwendet, die im Rahmen um den Bildschirm (also an allen vier Seiten) angeordnet sind. Das Licht der Leuchtdioden wird über Lichtleiterfolie gleichmäßig auf die Bildschirmfläche verteilt, wobei 32 Sektoren separat steuerbar sind.

eLED

siehe:  Edge-LED-Technology

EMVG

Gesetz über die elektromagnetische Verträglichkeit von Betriebsmitteln vom
28. Februar 2008. mehr

EPG - Electronic Programme Guide

Elektronischer Programmführer - Ein EPG stellt im Prinzip eine “elektronische” Programmzeitschrift für 7 bis 14 Tage dar. Er umfasst allerdings nur die jeweils auf dem genutzten Übertragungsweg (Satellit, Kabel oder Terrestrik) empfangbaren Programme. Der Nutzer kann sich damit auf dem Bildschirm wahlfrei über eine große Zahl von Details für jedes Programm des Gesamtangebots informieren. Dazu gehören der Programmanbieter (Sender), der Titel, die Sendezeit, die Sendedauer, das Genre, die Beteiligten (z.B. Schauspieler, Moderatoren, …), kurze Inhaltsbeschreibungen und andere Angaben, häufig aber auch Vorschaufilme (Trailer) oder Ausschnitte aus dem jeweiligen Programmbeitrag.

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F

Favoritenliste

Vom Nutzer nach individuellen Gesichtspunkten gestaltbare Abrufliste für Programme und sonstige Inhalte bei seinem Fernsehgerät. Damit ist es möglich, vorrangig interessierende Programme und sonstige Inhalte auf Plätze zu legen, die mit einstelligen Zahlen aufgerufen werden können.

Häufig sind die Favoritenlisten bereits von den Geräteherstellern oder auch Netzbetreibern „vorprogrammiert“. Die dabei aus nicht transparenten Gründen verwendete Reihenfolge der Programme und sonstiger Inhalte ist allerdings durch entsprechende Bedienvorgänge (siehe Bedienungsanleitung des TV-Geräts) vom Nutzer jederzeit änderbar.


Flatrate
(Monatlicher Festpreis)

Abrechnungsverfahren für die Nutzung von Einrichtungen oder Systeme durch monatliche Zahlung eines festgelegten Betrages, der unabhängig vom Nutzungsumfang und der Nutzungsdauer ist. mehr

FTA - Free to Air 
("Frei über die Luft")

Die Abkürzung FTA kennzeichnet alle Programme und Dienste, die über einen beliebigen Übertragungsweg (wie Satellit, Kabel, Terrestrik, DSL, Internet) unverschlüsselt empfangbar sind. mehr

FTTB (Fibre to the Building [engl.])
(Glasfaser bis in das Gebäude)

FTTB ermöglicht breitbandige Internetzugänge durch den Einsatz von Glasfaserleitungen, über die optische Signale übertragen werden. Bei FTTB verläuft die Glasfaser vom Netzknoten bis zu einem Übergabepunkt im Gebäude, der typischerweise im Keller untergebracht ist. Von dort erfolgt die Verbindung zu den Anschlussdosen der Teilnehmer über elektrische Leitungen.

FTTC (Fibre to the Curb [engl.])
(Glasfaser bis zum Bürgersteig)

FTTC ermöglicht leistungsfähige Internetzugänge durch den Einsatz von Glasfaserleitungen, über die optische Signale übertragen werden. Bei FTTC verläuft die Glasfaser vom Netzknoten bis zum letzten Kabelverzweiger (KVz) vor dem Teilnehmeranschluss. mehr

FTTH (Fibre to the Home [engl.])
(Glasfaser bis in die Wohnung)

FTTH ermöglicht breitbandige Internetzugänge durch den Einsatz von Glasfaserleitungen, über die optische Signale übertragen werden. Bei FTTH verläuft die Glasfaser von Netzknoten bis zu einem Übergabepunkt in der Wohnung des Teilnehmers. Von dort erfolgt die Verbindung zu den verschiedenen Endgeräten (z.B. TV-Gerät, Computer, Telefon, …) über elektrische Leitungen.

FTTX (Fibre  to the X [engl.])
(Glasfaser bis zu einem definierten Übergabepunkt)

FTTX ist ein Sammelbegriff für alle Konzepte, bei denen mit Hilfe von Glasfaserleitungen breitbandige Internetzugänge realisierbar sind. Dazu gehören FTTC, FTTB und FTTH, es sind aber auch beliebig andere Übergänge möglich. Die Angabe FTTX bedeutet, dass vom Netzknoten eine Glasfaserleitung als optische Leitung bis zu einem definierten Übergabepunkt verläuft und nach diesem elektrische Leitungen (z.B. Koaxialkabel, Datenkabel oder Telefonkabel) die Signale weiter übertragen. 

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G

Glasfaser (Fiber)

Glasfasern sind Leitungen zur Übertragung optischer Signale. mehr

Gleichfrequenznutzung

Gleichfrequenznutzung liegt dann vor, wenn in einem durch terrestrische Sender zu versorgenden Gebiet mehrere Sender mit derselben Frequenz verwendet werden. Diese Konzept ist sehr frequenzökonomisch und kommt zum Beispiel beim digitalen Antennenfernsehen DVB-T zum Einsatz. mehr


Grundverschlüsselung
Verschlüsselung von allen in einem Übertragungssystem verbreiteten Angeboten, um nur Berechtigten den Netzzugang zu ermöglichen.

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H

Handy-TV

Umgangssprachliche Bezeichnung für den Empfang von Fernsehsendungen über mobile Endgeräte (Smartphone, Tablet, …).


HbbTV (Hybrid broadcast broadband TV)

Durch das standardisierte Verfahren HbbTV (ETSI TS 102 796) ist es möglich, auf dem normalen Fernsehgerät neben den traditionellen linearen Fernsehprogrammen auch Internetinhalte, nicht-lineares (= zeitversetztes) Fernsehen und VoD [video on demand] bereitzustellen. Für dieses Konzept gelten auch die Bezeichnungen     Hybrid-TV, Smart-TV und Connected-TV. Es ist dadurch gekennzeichnet, dass beim TV-Gerät neben dem Antennenanschluss auch ein Internetanschluss vorhanden sein muss. Letzterer ist über ein leitungsgebundenes lokales Datennetz [local area network (LAN)] oder ein funkgestütztes lokales Datennetz [wireless local area network (WLAN)] realisierbar. mehr


HDTV [high definition television]

Es handelt sich um die Kurzbezeichnung für hochauflösendes Fernsehen, also der Bilddarstellung mit einer gegenüber SDTV [standard definition television] höheren Auflösung. Bezogen auf das beim Fernsehen typische Bildformat 16:9 (Bildbreite:Bildhöhe) sind in der Praxis die HDTV-Varianten 720p und 1080i von Bedeutung.

Bei der Variante 720p besteht jedes Bild aus 1280 x 720 auch als Pixel [picture element] bezeichneten Bildpunkten. Das Kürzel „p“ steht für „progressive“ (fortschreitend) und kennzeichnet, dass die Übertragung nur Vollbilder umfasst, also 720 Zeilen mit jeweils 1280 Bildpunkten.

Im Gegensatz dazu bestehen die Bilder bei 1080i aus 1920 x 1080 Bildpunkten. Es wird hier allerdings mit zwei Halbbildern gearbeitet, die jeweils eine Auflösung von 1920 x 540 Bildpunkten aufweisen und deren Übertragung zeitlich gestaffelt erfolgt. Im Empfänger werden die Halbbilder wieder zum ursprünglichen Vollbild integriert und dieses auf dem Bildschirm dargestellt. Das Kürzel „i“ steht deshalb für „interlaced“ (verschachtelt).

Durch die gegenüber SDTV (720 x 576 Bildpunkte) höhere Bildauflösung sind bei HDTV Bilddetails für den Zuschauer besser erkennbar.  HDTV kann allerdings nur genutzt werden, wenn der Empfänger und der Bildschirm dafür ausgelegt sind.

HD+ (High Definition Plus [engl.])
(Vermarktungsplattform für Satellitenprogramme in HDTV-Qualität)

Für HD+ wird auch „HD plus“ als gleichwertige Bezeichnung verwendet.
HD+ ist eine vom Satellitenbetreiber SES-ASTRA etablierte technische Plattform, bei der HDTV-Programme privater Programmveranstalter nur verschlüsselt über Satellit zur Verfügung stehen. mehr

HDMI (High Definition Multimedia Interface)
(Schnittstelle für multimediale Signale hoher Auflösung)

Standardisierte Schnittstelle für die Übertragung digitaler Audio- und Videosignale mit hoher Auflösung (einschließlich erforderlicher Steuerungssignale) zwischen Geräten der Unterhaltungselektronik (Consumer Electronics (CE) [engl.]). mehr

HD Triple Tuner
(Dreifach-Tuner für hochauflösendes Fernsehen)

Tuner in einem Fernsehgerät, der für hochauflösendes digitales Fernsehen via Satellit, Kabel und Terrestrik ausgelegt ist und damit bis auf Fernsehen über das Internet-Protokoll (IPTV) alle typischen Empfangswege abdeckt. 


Headend (HE) -Kopfstelle

Headends bzw. Kopfstellen sind technische Funktionseinheiten, die empfangene oder auf andere Art und Weise zugeführte Fernseh- und Radioprogramme in geeigneter Weise aufzubereiten, um deren Einspeisung in Breitband-Kabelnetze nach Vorgaben des Kabelnetzbetreibers zu ermöglichen. mehr


HEVC [high efficiency video coding] 

Es handelt sich um das derzeit leistungsfähigste Verfahren der Videocodierung, für das auch die Bezeichnungen H.265 und MPEG-H gleichwertig gelten. HEVC stellt eine konsequente Weiterentwicklung der bisher bewährten Videocodierungen MPEG-2 und MPEG-4 dar. Durch verbesserte Algorithmen und schnellere Prozessoren wird mit HEVC eine weitere Reduktion der Datenrate des zu übertragenden Quellensignals erreicht. Es gelten folgende Bereiche für die Datenraten: 1 … 1,5 Mbit/s bei SD [standard definition], 3 … 5 Mbit/s bei HD [high definition] und 8 … 10 Mbit/s bei UHD [ultra high definition]. Diese Leistungsmerkmale ermöglichen in verfügbaren Übertragungskanälen vielfältige Inhalteangebote.

Hochauflösendes Fernsehen
siehe:  HDTV

Hybrid Broadcast Broadband Television
siehe:  HbbTV

Hybrid-TV
siehe:  Hybrides Fernsehen

Hybrides Fernsehen
(Hybrid Television)

Hybrides Fernsehen (auch als Hybrid-TV bezeichnet) bedeutet die Nutzung des Fernsehgerätes nicht nur für Fernsehprogramme, sondern auch für Internetanwendungen. Dadurch werden der Zugang zu Portalen und die Darstellung ihrer Inhalte auf dem Fernsehbildschirm ermöglicht. mehr

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I

Interface
Interfaces (Schnittstellen) sind Festlegungen von Hardware- und Softwarespezifikationen, deren Einhaltung die funktionsgerechte Verbindung elektronischer Geräte und Systemkomponenten miteinander ermöglicht. mehr

In-Stream-Werbung
Bezeichnung für Werbeeinblendungen bei den im Internet als Stream übertragenen Filmen und sonstigen audiovisuellen Inhalten.


Interaktives Fernsehen (iTV) 
Es handelt sich um einen Sammelbegriff für eine große Zahl medienübergreifender Formate. Im Mittelpunkt steht dabei jeweils eine Fernsehsendung, bei der es iTV dem Zuschauer ermöglicht, das Fernseherlebnis individuell zu gestalten und in die Handlung einzugreifen.

Bei der lokalen Interaktion verwendet der Zuschauer das Fernsehgerät auch zur Wiedergabe individuell angeforderter Inhalte. Dafür stehen elektronische Programmführer zur Verfügung, es ist auch zeitversetztes Fernsehen mit beliebigen Unterbrechungszeiten möglich und ebenso Personalisierung, bei der dem Zuschauer auf seinem Nutzungsprofil  basierende interessante Inhalte angeboten werden.

Die Interaktion über einen Rückkanal erweitert die Kommunikation über einen Übertragungsweg vom Zuschauer zum Sender. Als Rückkanäle können zum Beispiel das Telefon, der Kurznachrichtendienst SMS [short message service], Websites und in das Endgerät integrierte Funktionseinheiten verwendet werden. Auf diese Weise lassen sich Abstimmungen [voting], Anrufe in laufende Sendungen [call in], ausgewählte Zuschauerreaktionen, elektronischer Einkauf und andere Maßnahmen realisieren.

Die am stärksten ausgeprägte Interaktion ist die aktive Einbindung des Zuschauers bei Sendungen. Dazu gehören die Integration von Beiträgen der Zuschauer, die persönliche Integration der Zuschauer und die Interaktion zwischen den Zuschauern.


Internet-Broadcasting 
Sammelbegriff für die Übertragung von Radio- und Fernsehprogrammen über das Internet. Die Bezeichnung Broadcasting (= Rundfunk) ist in diesem Zusammenhang fachlich nicht korrekt, weil es sich bei Broadcasting um die Verbreitung von Programmen nach dem Konzept „Einer an Alle“ handelt, wobei der anonyme Zugriff möglich ist. Beim Übertragungsweg Internet sind jedoch stets Punkt-zu-Punkt-Verbindungen gegeben, sodass personenbeziehbare Nutzungsdaten anfallen. Außerdem bedarf es eines kostenpflichtigen Vertrags für den Internetzugang.


Internet-Fernsehen 
Es gelten auch als gleichwertige Bezeichnungen Internet-TV und Web-TV. Sie sind ein Sammelbegriff für die Live-Übertragung von Fernsehprogrammen über das offene (= öffentliche) Internet. Funktionsbedingt erfolgt die Übertragung im Streaming-Modus und erfordert abhängig von der Bildqualität (SD, HD, UHD) entsprechend breitbandige Internetzugänge auf der Nutzerseite. Eine Dienstgüte [quality of service (QoS)] ist dabei allerdings nicht gewährleistet.


Internet-Protokoll (IP) 
Es handelt sich um ein Daten-Übertragungsprotokoll, das für die Nutzung im Internet verbindlich vereinbart wurde, aber aus Gründen der Zweckmäßigkeit auch bei vergleichbaren Anwendungen in anderen Netzen zum Einsatz kommt. Das IP stellt die erste vom Übertragungsmedium unabhängige Schicht der Internet-Protokollfamilie dar.

Um über IP eine Kommunikation aufbauen zu können, ist für jedes teilnehmende Gerät eine IP-Adresse erforderlich. Diese wird oftmals vom Übertragungssystem automatisch vergeben und zwar entweder für jede Verbindung oder auf Dauer. Jede Übertragung auf Basis des Internet-Protokolls stellt eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung dar, weshalb der Nutzer über die IP-Adresse eindeutig identifizierbar ist.


Internet-Radio 
Es gilt auch die Bezeichnung Webradio. Dabei handelt es sich um die Live-Übertragung von Hörfunkprogrammen über das offene (= öffentliche) Internet. Diese erfolgt systembedingt im Streaming-Modus. Eine Dienstgüte [quality of service (QoS)] ist dabei allerdings nicht gewährleistet.

Interoperabilität
(Interoperability [engl.])

Durch Interoperabilität soll sicher gestellt werden, dass der Nutzer bei Änderung des Wohnsitzes und/oder des Netzanbieters bzw. Plattformbetreibers kein neues Endgerät benötigt. Dies ist auch im Sinne der Inhalteanbieter.


IPTV [internet protocol television] 
Übertragung von Fernsehprogrammen auf IP-Basis über geschlossene Netze im Streaming-Modus. Ein Beispiel dafür sind DSL-Netze. Da solche Netze professionelle Betreiber haben, kann eine Dienstgüte [quality of service (QoS)] sichergestellt werden. Es ist zu berücksichtigen, dass bei IPTV die Empfänger für diese Übertragungsart ausgelegt sein müssen.

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K

Ka-Band

Frequenzband, das für Internetverbindungen über Satellit verwendet wird. Es handelt sich um die Frequenzen zwischen 17,7 GHz bis 21,2 GHz. Diese sind größer als die Frequenzen für die Übertragung von Fernseh- und Radioprogrammen (10,7 GHz bis 12,75 GHz). Deshalb lassen sich im Ka-Band mit einer Strahlungskeule erheblich kleiner Ausleuchtzonen (Footprint [engl.]) realisieren. Damit steht die Übertragungskapazität als „shared medium“ jeweils auf einer kleineren Fläche zur Verfügung. Für ein definiertes Gebiet sind deshalb entsprechend viele kleine Ausleuchtzonen erforderlich, was eine größere Zahl von Internetnutzern ermöglicht. 

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L

LAN [local area network]
Die Abkürzung steht für lokales Datennetz und bedeutet ein leitungsgebundenes System für die Datenkommunikation auf IP-Basis (incl. Audio und Video im Streaming-Modus) in einer Wohnung oder einem Gebäude.

Für solche Netze können unterschiedliche Technologien eingesetzt werden, wie verdrillte Zweidrahtleitungen, koaxiale Leitungen, Stromleitungen [powerline  communication (PLC)] und optische Leitungen (z.B. Glasfaserleitungen). Der Datenverkehr im LAN wird bedarfsabhängig über Server, Router und/oder Schalter [switch] gesteuert. Als Schnittstelle zu den angeschlossenen Geräten dient stets die Steckverbindung RJ-45.


LCD - Liquid Crystal Display
(Flüssigkristall-Anzeige)

Beim LCD-Bildschirm werden Flüssigkristalle als steuerbare Lichtventile verwendet, die sich vor einer konstanten Hintergrundbeleuchtung (Backlight [engl.]) befinden. Dabei sind alle Werte zwischen voller Lichtdurchlässigkeit und totaler Sperrung der Hintergrundbeleuchtung möglich.  mehr


LCN [logical channel numbering]
Ordnungskonzept für die Sortierung digitaler Fernsehprogramme, bei dem jedem Programm vom Netzbetreiber (Satellit, Kabel, Terrestrik) eine feste Kennzahl zugeordnet und als Liste den angeschlossenen TV-Geräten übermittelt wird. Es gilt dafür auch die Bezeichnung logische Kanalnummerierung.

Bei für LCN ausgestatteten TV-Geräten kann der Nutzer vorstehend angeführte Kennzahlen für die TV-Programme durch einfache Bedienvorgänge wahlfrei gewünschten Positionen in der Favoritenliste zuordnen.

Werden auf der Sendeseite Frequenzen für Programme geändert, dann bleiben die LCN-Kennzahlen unverändert. Deshalb muss der Nutzer keine Maßnahmen ergreifen. Bei Ergänzung des Programmangebots durch neue Programme, werden für diese neue LCN-Kennzahlen vergeben und dem Nutzer signalisiert. Er kann sich dann entscheiden, ob er einzelne oder alle neuen Programme in die Favoritenliste übernimmt.

LED-Backlight 
(Hintergrundbeleuchtung durch Leuchtdioden)

Die bei Flüssigkristall (LCD)-Flachbildschirmen erforderliche Hintergrundbeleuchtung erfolgt hier durch Leuchtdioden. Gegenüber den bis dahin verwendeten Kaltkathodenröhren [cold cathode fluorescent lamp (CCFL)] verringert sich der Energieverbrauch und ermöglicht kleinere Werte für die Gehäusetiefe.

LED-LCD (Light Emitting Diode – Liquid Crystal Display)
Leuchtdioden – Flüssigkristallanzeige

Bezeichnung für Flachbildschirme in Flüssigkristall-Technologie, bei denen für die erforderliche Hintergrundbeleuchtung (Backlight [engl.])  Leuchtdioden verwendet werden.

LED-TV - Light Emitting Diode Television
(Leuchtdioden-Fernsehgerät)

Es handelt sich um Fernsehgeräte mit LCD-Flachbildschirmen, die Leuchtdioden (Light Emitting Diode [engl.] (LED)) für die Hintergrundbeleuchtung verwenden.


Live-Stream(ing)
Bezeichnung für die Echtzeit [realtime]-Übertragung digitaler Programme oder sonstiger audiovisueller Inhalte im Streaming-Modus im Internet. Im Gegensatz zu Video-on-Demand ist der Live-Stream ein linear verbreiteter Stream über das offene Internet. Ein Beispiel für Live-Stream sind Sportereignisse, die etwa wegen einer parallel stattfindenden Übertragung nicht im klassischen Fernsehprogramm verbreitet, sondern zeitgleich im Netz angeboten werden.


Logical Channel Numbering
siehe: LCN

LTE (Long Term Evolution)
Langfristige Entwicklung (des Mobilfunks)

LTE ist die neueste Generation der Mobilfunktechnik , die gegenüber den bisherigen Systemen GSM und UMTS erheblich leistungsfähiger ist. Dadurch lassen sich breitbandige Internetanschlüsse besonders gut realisieren. mehr

LTE-A (Long Term Evolution - Advanced)
Weiterentwickeltes  Mobilfunksystem der 4. Generation

Geplante Steigerung der Leistungsfähigkeit des Mobilfunksystem LTE durch Einsatz optimierter Modulations- und Codierungsverfahren sowie leistungsfähigerer Prozessoren. Dadurch soll eine Datenrate bis 400 Mbit/s je Funkzelle und eine wesentliche Reduzierung der üblicherweise als Latenzzeiten bezeichneten Wartezeiten bei der Bearbeitung vom Nutzer ausgelöster Aktivitäten erreicht werden.
Die Standardisierung für LTE-A ist eingeleitet und soll noch im Jahre 2012 abgeschlossen werden.

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M

M2M (Machine to Machine [engl.])
(Von Maschine zu Maschine)
M2M kennzeichnet den Datenverkehr zwischen auch als Maschinen bezeichneten Endgeräten (z.B. Servern) über das Internet. Der Begriff Maschine wird verwendet, weil bei dieser Kommunikationsform keine unmittelbaren Aktivitäten durch Menschen erfolgen.

Mediathek
Mediatheken sind Online-Speicher für Programmbeiträge einzelner Sender. Auf diese kann entweder über die Website des jeweiligen Senders zugegriffen werden oder sie stehen als HbbTV-Anwendungen über die rote Farbtaste [red button] der Fernbedienung zur Verfügung.

Mediatheken ermöglichen zeitversetztes Fernsehen [timeshift television], was medienrechtlich auch als nicht-lineares Fernsehen bezeichnet wird. Es ist allerdings zu berücksichtigen, dass Programmbeiträge in Mediatheken stets nur für eine festgelegte Zeitdauer gespeichert sind. Diese liegt üblicherweise bei 14 Tagen bis vier Wochen.


MHP [mutimedia home platform] 
Das standardisierte MHP-Verfahren spezifiziert die Übertragung und Darstellung interaktiver Inhalte beim digitalen Fernsehen auf Basis der Programmiersprache Java.

MHP ermöglicht sowohl rein rundfunkbasierte Dienste (optimierter Videotext, Spiele, komplexe Programmführer, …), als auch interaktive Dienste, die einen Rückkanal erfordern (Abstimmungen, Homeshopping, …). MHP-basierte Anwendungen lassen sich über DVB-S, DVB-C und DVB-T übertragen, wobei dies zusammen mit dem Programmsignal erfolgt. Neben der Bereitstellung der Dienste durch die Sender ist es allerdings auch erforderlich, dass die TV-Geräte für MHP ausgerüstet sind.

Die Besonderheit von MHP besteht darin, dass die MHP-Programmierschnittstelle (MHP-API) von der System-Software (Betriebssystem, Treiber) und der darunter angeordneten Hardware durch eine „Java Virtual Machine“ entkoppelt ist.

Der erste MHP-Standard wurde im Februar 2000  veröffentlicht und in den Folgejahren durch weitere Versionen ergänzt. In Deutschland konnte sich MHP nicht etablieren, weil durch die Geräteindustrie und die Inhalteanbieter keine ausreichende Unterstützung erfolgte.


Mobiles Fernsehen 

Es handelt sich um einen Sammelbegriff, der die Nutzung von Fernsehprogrammen auf portablen und mobilen Endgeräten (z.B. Tablets, TV-Geräte in Fahrzeugen, …) bezeichnet und für den auch die Bezeichnung Mobil-TV üblich ist. Dabei wird nicht immer klargestellt, ob es sich um Echtzeit-Empfang oder zeitversetzten Empfang handelt.


Mobil-TV
siehe:  Mobiles Fernsehen


Multiplex(ing)
Zusammenfassung der Signale unterschiedlicher digitaler Inhalte zu einem Gesamtsignal, um die vorhandene Übertragungskapazität eines Systems optimal  zu nutzen.

Multicast [engl.]
(Vielfachübertragung)

Bei Multicast liegt die gleichzeitige Signalübertragung von einer Stelle zu zwei oder mehr anderen Stellen vor und zwar unabhängig von der Entfernung. Dafür gilt auch die Bezeichnung Punkt-zu-Mehrpunkt-Verbindung. Es handelt sich somit um die gleichzeitige Verbindung zwischen einer sendenden Stellen und zwei oder mehr empfangenden Stellen.

Multiplex
Ein Multiplex ist die Zusammenfassung mehrerer digitaler Signale (z.B. Fernsehprogramme) zu einem Gesamtsignal. Dessen Datenrate (Bitrate) entspricht der Summe der Datenraten der einzelnen Signale. mehr

 

Multiscreen
(Unterschiedliche Bildschirmgrößen
)
Die Bezeichnung Multiscreen gilt bei der Übertragung von Videosignalen, wenn diese adäquat auf unterschiedlichen Bildschirmgrößen (Fernsehgerät, Laptop, Notebook, Tablet-PC, Smartphone, …) darstellbar sind. Dies gilt unabhängig von der Technologie des jeweiligen Bildschirms.  


Multituner
Mit Multitunern ausgestattete Empfangsgeräte für das digitale Fernsehen sind für mehrere Übertragungswege ausgelegt. Die typische Konstellation umfasst dabei DVB-S, DVB-S2, DVB-C und DVBT. Damit ist für den Nutzer Kompatibilität bei Wechsel des Empfangsortes oder des Netzes gewährleistet. 


Must Carry
Es handelt sich um die verbindliche Vorgabe für Betreiber von Kabelnetzen, welche digitalen Fernsehprogramme sie in ihre Netze einspeisen müssen. Diese medienrechtliche Regulierung gemäß § 52 RStV (Rundfunkstaatsvertrag) stellt eine Maßnahme zur Sicherung der Programmvielfalt dar. Es obliegt den Landesmedienanstalten die Einhaltung der Must-Carry-Regelung zu überwachen.

Für Must-Carry-Programme ist gemäß RStV ein Drittel der Übertragungskapazität der Kabelnetze vorgegeben. Die in diesem Rahmen eingespeisten Programme sind beim jeweiligen Kabelnetzbetreiber (Unitymedia, Vodafone Kabel Deutschland, Telecolumbus, …) zu erfahren. Üblicherweise sind die Belegungspläne im Internet verfügbar.

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N

Netto-Bitrate

Es gilt auch die Bezeichnung Netto-Datenrate.
Bitrate eines zu übertragenden digitalen Signals nach der Quellencodierung. Es handelt sich dabei um ein datenreduziertes Signal.

Netto-Datenrate

siehe: Netto-Bitrate

Netzneutralität

Netzneutralität ist die grundsätzliche Forderung an digitale Kommunikationsnetze (wie zum Beispiel das Internet), die Signale aller Nutzer gleich zu behandeln. Es bedarf deshalb für die Nutzer transparenter Festlegungen, wie die verfügbare Übertragungskapazität des Netzes aufgeteilt wird, wenn die Zahl der gleichzeitigen Nutzer des Netzes so große Werte annimmt, dass dem einzelnen Nutzer seine im Vertrag mit dem Netzbetreiber vereinbarte Übertragungskapazität nicht mehr zur Verfügung stehen kann. mehr

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O

OLED (Organic Light Emitting Diode [engl.])
(Organische Leuchtdiode)

Aus organischen halbleitenden Materialien aufgebaute Leuchtdiode. Bei herkömmlichen Leuchtdioden (LED) kommen dagegen nur anorganische halbleitende Materialien zum Einsatz.
OLEDs werden vorrangig für Bildschirme verwendet. Gegenüber LCD-Bildschirmen weisen OLED-Bildschirme folgende Vorteile auf:

  • Intensivere Farben
  • Stärkerer Kontrast
  • Keine Begrenzung für den Blickwinkel
  • Keine Hintergrundbeleuchtung erforderlich
  • Geringe Wärmeentwicklung
  • Kostengünstigere Herstellung
  • Dünnere Bauweise
  • Wesentlich geringere Reaktionszeiten bei Änderung des Bildinhalts.

Über die Lebensdauer von OLEDS liegen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. mehr


Offenes Internet
Es handelt sich um das weltweite Internet [world wide web (WWW)], das jedermann für die Datenkommunikation (incl. Audio und Video im Streaming-Modus) nutzen kann. Aus diesem Grund wird auch die Bezeichnung „öffentliches Internet“ [public internet] verwendet.

Beim offenen Internet ist funktionsbedingt keine Dienstgüte [quality of service (QoS)] gewährleistet. Eine definierte Dienstgüte lässt sich nämlich nur in solchen Netzen erreichen, bei denen deren Betreiber den Internetdienst anbieten [internet service provider (ISP)]. Es liegen dann geschlossene Netze vor, die nur für solche Nutzer zugänglich sind, die einen kostenrelevanten Vertrag mit dem ISP abschließen. Ein typisches Beispiel stellen die DSL-Netze dar.


On-Demand-Streaming
Der Begriff bezeichnet audiovisuelle Inhalte, die aus dem Internet abgerufen und im Streaming-Modus übertragen werden. Dazu zählen unter anderem die Inhalte von Mediatheken und VoD [video on demand]-Angeboten.


Online-Plattform 
Organisationsstruktur für Videoangebote, die ausschließlich über das Internet im Streaming-Modus verbreitet  und vermarktet werden.


Online-Video
Über das Internet im Streaming-Modus verfügbares Videoangebot.

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P

Pay-TV (Bezahlfernsehen) 
Pay-TV steht für den Zugriff auf Fernsehprogramme gegen Entgelt. Das kann für einzelne Programme oder Programmbeiträge gelten, aber auch für definierte Programmpakete. Die Übertragung von Pay-TV erfolgt verschlüsselt und ist über alle für das Fernsehen verfügbaren Wege realisierbar, also Satellit, Kabel, Terrestrik und Internet.

Für die Nutzung von Pay-TV ist stets ein kostenrelevanter Vertrag mit dem Anbieter erforderlich. Außerdem muss das TV-Gerät oder die Set-Top-Box mit einem Decoder für das jeweils verwendete Verschlüsselungssystem ausgestattet sein.

 

PD - Plasma Display
(Plasma-Anzeige)

Beim Plasma-Bildschirm wird das Konzept der Gasentladung verwendet. Für jeden der durch die Auflösung des Bildschirms gegebenen Bildpunkt  sind drei Plasma-Zellen erforderlich und zwar für die beim Fernsehen festgelegten Grundfarben Rot (R), Grün (G) und Blau (B). mehr

 

Plasma-Bildschirm
siehe: PD

 

Plattform
Eine Plattform ist ein technisches System, das unterschiedliche Medienangebote strukturiert zusammenfasst und die Gesamtheit dem Nutzer zur Verfügung stellt. Die Vermarktung dieses Angebotes erfolgt durch den Plattformbetreiber. mehr


Plattformbetreiber [platform operator]
Das wesentliche Merkmal einer Plattform besteht darin, dass Programme und sonstige audiovisuelle Angebote gebündelt und als spezifische Pakete vermarktet werden. Der Betreiber einer Plattform ist deshalb ein wirtschaftlich orientierter Unternehmer, der die für eine Verbreitung seiner Angebote erforderliche Netzinfrastruktur entweder selber betreibt, durch Dritte betreiben lässt oder das offene Internet nutzt.

Da Plattformbetreiber eine Schlüsselfunktion bei der Verbreitung von Inhalten haben und deshalb als Flaschenhals [bottle neck] für die Inhalteanbieter wirken können, unterliegen sie medienrechtlichen Vorgaben, die im Rundfunkstaatsvertrag (RStV) festgelegt sind. Bei diesen spielt besonders der diskriminierungsfreie Zugang für Inhalteanbieter zu Plattformen eine wesentliche Rolle.


Podcast 
Bei Podcast handelt es sich um Inhalte (Audio oder Video), die auf Servern im Internet gespeichert sind. Der Nutzer kann sie von dort einzeln oder in einer Art Abonnement abrufen. Die Inhalte müssen allerdings vor einer Wiedergabe zuerst einmal auf der Empfangsseite gespeichert werden. Dabei ist die Unterscheidung zwischen Audio-Podcast und Video-Podcast erforderlich.

Die Bezeichnung Podcast ist eine Zusammenfassung aus iPod und Broadcast. Bei dem ersten Wortteil handelt es sich um einen seit den Anfängen von Podcast wichtigen MP-3-Player für Audiosignale, während Broadcast für Rundfunk steht.


PoE - Power over Ethernet
(Betriebsspannung über Ethernet)

Bei PoE werden Geräte in einem Datennetz über die Ethernet-Datenleitungen mit der Betriebsspannung versorgt. Dadurch sind für deren Energieversorgung keine gesonderten Leitungen erforderlich. Der Strom kommt bei PoE somit nicht aus der klassischen Stromleitung, sondern über das Netzwerkkabel. mehr

 

Pol(aristions)filter-Brille
Polfilter-Brillen kommen beim dreidimensionalen Fernsehen (3DTV) mit stereoskopischer Bildwiedergabe zum Einsatz, wenn auf dem Bildschirm die Teilbilder für das linke und rechte Auge gleichzeitig mit unterschiedlich polarisiertem Licht  dargestellt werden. mehr


Programmführer

siehe:  EPG

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Q

QoS
siehe:  Quality of Service


Quality of Service (QoS)
Quality of Service wird in deutscher Sprache als Dienstgüte bezeichnet und ist ein Maß für die Güte eines Kommunikationsdienstes im Hinblick auf die Anforderungen der Nutzer. Formal ist die QoS eine gemeinsame Menge von Qualitätsanforderungen an das Verhalten eines Dienstes bzw. Systems, verbunden mit dem Zusammenspiel mehrerer Objekte.

Für Kommunikationsdienste gibt es stets eine große Zahl von Anforderungen. Dazu gehören unter anderem der zuverlässige und schnelle Aufbau und Abbau gewünschter Verbindungen, die Stabilität bestehender Verbindungen, die Signalisierung von Problemen beim Verbindungsaufbau, die Ton- und Bildqualität der übertragenen Inhalte, die fehlerfreie Übertragung, geringstmögliche Wartezeiten, die korrekte Erfassung/Abrechnung des Kommunikationsvorgangs und anderes. Um diese Anforderungen messen zu können, werden Qualitätsparameter definiert und dann beim Verbindungsaufbau und während der Verbindung ermittelt.

Durch Messung der aufgezeigten netznahen Parameter und deren Zuordnung zu den Anwendungen der Nutzer wird versucht, die Dienstgüte zahlenmäßig zu erfassen. Für die Bereitstellung von Diensten mit hohen Qualitätsanforderungen ist bei den Netzbetreibern mehr Aufwand erforderlich. Deshalb werden bei steigenden Qualitätsanforderungen auch höhere Preise gefordert.

Bei IP-basierten Netzen sind für die Quality of Service (QoS) besonders folgende Parameter von Bedeutung: Die verfügbare Datenrate für die Übertragung und ihre zeitliche Konstanz, die als Latenzzeit bezeichnete Verzögerung bei einer von Ende-zu-Ende betrachteten Übertragung, die als Jitter bezeichneten Abweichungen vom Zeitraster für die Daten und die Wahrscheinlichkeit des Verlustes von Datenpaketen während der Übertragung.

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R

Re-Analogisierung
Es wird auch die Schreibweise Reanalogisierung verwendet.

Bei der Re-Analogisierung wird ein zum Beispiel vom Satelliten oder via Terrestrik empfangenes digitales Fernsehprogramm wieder in ein analoges Fernsehprogramm gewandelt und in ein Kabelnetz eingespeist. Dadurch ist es den Kabelkunden möglich, die bisher vorhandenen analogen Fernsehgeräte weiter zu verwenden. Die kostenrelevante Beschaffung digitaler Empfangseinrichtungen entfällt deshalb. mehr


Receiver (Empfänger)
Es handelt sich um die allgemeine Bezeichnung von Empfangsgeräten für Audio- und/oder Videoinhalte und zwar unabhängig davon, ob analoge oder digitale Übertragung erfolgt.

Bei modulierten hochfrequenten Signalen weist jeder Empfänger am Eingang eine als Tuner bezeichnete Baugruppe auf, die das gewünschte Programm aus dem Gesamtangebot selektiert. Danach wird es demoduliert und dadurch wieder in das ursprüngliche Basisband umgesetzt. Typische Beispiele dafür sind Hörfunkempfänger (Radios), Fernsehempfänger (TV-Geräte) und auch Set-Top-Boxen (STB), die allerdings im Gegensatz zu TV-Geräten keine Wiedergabeeinrichtung aufweisen.

Bei sogenannten AV (Audio/Video)-Empfängern handelt es sich dagegen um mehrkanalige Verstärker für die Bearbeitung von Audio- und Videosignalen, die im Basisband liegen und von unterschiedlichen Quellen stammen können.

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S

Set-Top-Box (STB)
Eine Set-Top-Box ist ein voll funktionsfähiger digitaler Empfänger für Fernsehen., jedoch ohne Wiedergabeeinheit. Set-Top-Boxen können für Satellitenempfang (DVB-S/S2), Kabelempfang (DVB-C), Antennenempfang (DVB-T) oder IPTV ausgelegt sein. Für die Wiedergabe ist der Anschluss der STB an einen Fachbildschirm (Flatscreen [engl.]) oder Videoprojektor (Beamer [engl,]) erforderlich.

 
Shared Medium
(Gleichzeitig genutztes Medium)

Ein “shared medium“ liegt vor, wenn in einem leitungsgebundenen oder funkgestützten digitalen Übertragungssystem für Individualverbindungen (Punkt-zu-Punkt-Verbin-dungen) alle Nutzer auf die Übertragungskapazität gleichzeitig zugreifen können. Sie müssen sich diese dann “teilen“. mehr

 
Shutter-Brille

Es wird auch die Bezeichnung Blendenbrille verwendet.
Shutter-Brillen kommen beim dreidimensionalen Fernsehen (3DTV) mit stereoskopischer Bildwiedergabe zum Einsatz, wenn auf dem Bildschirm die Teilbilder für das linke und rechte Auge zeitlich gestaffelt dargestellt werden. mehr


Sicherheitsfunk-Schutzverordnung (SchuTSEV)

Diese „Verordnung zum Schutz von öffentlichen Kommunikationsnetzen und Sende- und Empfangsanlagen, die in definierten Frequenzbereichen zu Sicherheitszwecken betrieben werden“ gibt verbindlich die maximal zulässigen Störfeldstärkewerte (incl. Messverfahren) für solche Frequenzen vor, auf denen sicherheitsrelevante Funkdienste betrieben werden. mehr


Simulcast (Simultaneous Broadcasting [engl.])
(Gleichzeitige Rundfunkverbreitung)

Mit Simulcast wird gekennzeichnet, dass ein Programm gleichzeitig  mit unterschiedlichen Übertragungsverfahren (z.B. digital und analog oder normal auflösend und hochauflösend) und/oder auf unterschiedlichen Übertragungswegen (z.B Satellit und Kabel) verbreitet wird.


Smart-TV

Vermarktungsbegriff für „intelligente“ Fernsehgeräte, die neben dem üblichen Antennenanschluss auch einen Internetzugang aufweisen und damit Fernsehempfang und Internetnutzung ermöglichen. Auch für die Internetnutzung ist dabei nur die Fernbedienung erforderlich. In der Regel handelt es sich um den Zugriff auf ausgewählte Portale (z.B. Mediatheken) oder programmbezogene Informationen. Der Internetzugang kann leitungsgebunden über Ethernet erfolgen oder über WLAN (Wireless Local Area Network [engl.], als ein funkgestütztes lokales Datennetz.


SMATV
Satellite Master Antenna Television, eine Gemeinschaftsantennenanlage, bei der mehrere Wohnungen an eine Satellitenantenne angeschlossen sind.


Speicherkapazität
(Storage Capacity [engl.])

Die Speicherkapazität gibt an, wie viele Bit ein elektronisches Speichermedium (z.B. Festplatte, CD, DVD, BD, Speicherkarte, USB-Speicherstick, …) maximal speichern kann. Die Angabe erfolgt dabei in Byte (B), wobei 1B = 8 bit gilt. Mit Hilfe der Vorzeichen K (Kilo), M (Mega) und G (Giga) lassen sich auch große Werte überschaubar darstellen. Es gelten dabei folgende Zusammenhänge:

  • Kilobyte:      1KB   =  210  =               1.024 B

  • Megabyte:  1 MB  =  220  =        1.048.576 B

  • Gigabyte:   1 GB  =  230   =  1.073.741.824 B

 

Split Screen
Der Begriff Split Screen lässt sich mit „(auf)geteilter Bildschirm“ übersetzen. Es werden dabei mindestens zwei Informationen (z.B. Programme) gleichzeitig auf dem Bildschirm dargestellt. Grundsätzlich ist aber auch eine Aufteilung in mehr als zwei Bildschirmfenster möglich, wobei die Abmessungen der Fenster auch unterschiedlich sein können.

Ein weiteres Kriterium ist die Unterscheidung, ob die Bildschirmfenster unabhängig voneinander sind oder eine teilweise Überlappung erfolgt. Letzteres ist zum Beispiel bei dem Leistungsmerkmal PIP [picture in picture] von TV-Geräten gegeben. Dabei wird das Hauptprogramm auf dem gesamten Bildschirm dargestellt und in einem kleineren überlappenden Bildschirmfenster am oberen Bildrand das Vorschauprogramm. Dies ermöglicht die rechtzeitige manuelle Umschaltung zwischen den Programmen.


SSD (Solid State Drive [engl.])
(Festkörperspeicher)

Es gelten auch die Bezeichnungen „Solid State Device“ und „Solid State Disk“
Bei SSD handelt sich um ein Speichermedium, das ausschließlich mit elektrischen Größen arbeitet. Im Gegensatz zur magnetischen Festplatte gibt es bei diesem Speicher keine beweglichen Teile, da nur Halbleiterspeicher verwendet werden. mehr


Stream(ing)

Die Übersetzung lautet „strömen“ oder „fließen“. Gemeint sind Datenströme auf IP-Basis, die es ermöglichen, übertragene Audioinhalte oder Videoinhalte direkt beim Empfang wiedergeben zu können. Danach werden die Daten unmittelbar verworfen, stehen also nicht mehr zur Verfügung. Das verdeutlicht den Unterschied zum Runterladen [download] von Daten solcher Inhalte, bei dem die Erstellung von Kopien das Ziel ist.

Beim Streaming kommen bestimmte Protokolle aus der Internet-Protokollfamilie zum Einsatz.


Streaming-Server 
Es handelt sich um spezielle Server im Internet, die Audio und Video im Streaming-Modus im Netz bereitstellen.


Subwoofer [engl.]
(Untergeordneter Tieftonlautsprecher)
Lautsprecher oder Lautsprecherbox, der bzw. die nur für Frequenzen bis etwa 200 Hz ausgelegt ist.
Von Subwoofern abgestrahlte Signale haben wegen ihrer Frequenzlage keine ausgeprägte Richtwirkung. Deshalb kann der Subwoofer bei einer Raumklang-Lautsprecheranlage im Prinzip beliebig platziert werden. 

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T

TAD
siehe: Teilnehmer-Anschlussdose
 

Teilnehmer-Anschlussdose (TAD)
Schnittstelle einer Antennenanlage für Einzel- oder Gemeinschaftsempfang oder der Hausverteilanlage eines Kabelnetzes zum Teilnehmer als Nutzer.

Wird nur Radio und Fernsehen (= Rundfunk) angeboten, dann weist die Anschlussdose zwei genormte Steckverbindungen auf, die unverwechselbar sind. In die mit „R“ gekennzeichnete Buchse wird das Empfänger-Anschlusskabel für das Radio (Hörfunkempfänger) eingesteckt, die mit „TV“ gekennzeichnete Buchse ist für den Anschluss des Fernsehempfängers vorgesehen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Flachbildschirm mit integrierten Tunern, eine Set-Top-Box oder ein noch mit Bildröhre ausgestattetes Fernsehgerät handelt. Für die TAD macht es auch keinen Unterschied, ob analoge oder digitale Übertragung erfolgt. mehr


Telemedien 
Vereinfacht kann festgestellt werden, dass alle Informations- und Kommunikationsdienste oder rein technische Telekommunikationsdienste Telemedien sind, soweit es sich nicht um Rundfunk handelt, der durch gleichzeitige und an die Allgemeinheit gerichtete Verbreitung von Inhalten gekennzeichnet ist.

Zu den Telemedien gehören nahezu alle Angebote im Internet, wie Mediatheken, VoD [video on demand]-Angebote, Suchmaschinen, Webmail-Dienste, Webshops, Informationsdienste (Wetter, Verkehr, Fahrpläne, Flugpläne, …), Podcasts, Chatrooms, Internetportale und andere.  Die für Telemedien geltenden Vorgaben sind im Telemediengesetz (TMG) festgelegt, das wegen seines primären Bezugs auf das Internet umgangssprachlich auch als Internetgesetz bezeichnet wird. Das TMG regelt unter anderem die Zulässigkeit von Diensten, die Informationspflichten der Anbieter von Diensten und den Umgang mit den anfallenden personenbezogenen und personenbeziehbaren Daten.


Teleshopping
Teleshopping (Ferneinkaufen) wird auch als Homeshopping (zu Hause einkaufen) bezeichnet. Es handelt sich um eine Verkaufsform, bei der dem Konsumenten (Verbraucher) Waren über das Fernsehen präsentiert werden, die er dann direkt bestellen kann. Dies erfolgt primär per Telefon, in Einzelfällen auch über das Internet.


Terrestrische Sendeanlagen 
Es handelt sich um Funksender für digitale Fernseh- oder Hörfunkprogramme, die auf der Erdoberfläche installiert sind und dadurch einzeln oder im Verbund als Gleichwellennetze [single frequency network (SFN)] in definierten Gebieten neben dem stationären Empfang auch den portablen und mobilen Empfang ermöglichen. Wichtige Kriterien für diese Rundfunkversorgung sind die Sendefrequenzen, die Lage der Senderstandorte, die Strahlungsleistungen der Sendeanlagen und die Form der Strahlungsdiagramme der Antennen.


TMC [traffic message channel] 
TMC lässt sich mit „Kanal für Nachrichten über die Verkehrslage“ übersetzen. Er ist eine Anwendung des seit vielen Jahren bewährten Radio-Daten-System (RDS), die als Zusatzinformation „huckepack“, also gleichzeitig mit den UKW-Programmen über die Sender abgestrahlt wird. Der Inhalt sind Verkehrslageinformationen und Hinweise für Ausweichrouten bei Verkehrsbehinderungen.

In der Praxis werden TMC-Informationen auch von Navigationssystemen erfasst, ausgewertet und für die Navigation verwendet.

In Deutschland ist der TMC-Dienst entgeltfrei empfangbar und nutzbar. Bei zunehmenden Qualitätsansprüchen an die Meldungen ist allerdings Entgeltpflicht zu erwarten.


TPEG [transport protocol experts group] 
Die TPEG ist eine Expertengruppe der Europäischen Rundfunk Union [European Broadcasting Union (EBU)], die den gleichnamigen offenen Standard zum Aussenden sprachunabhängiger und multimodaler Verkehrs- und Reiseinformationen entwickelt und fortschreibt. Dieser basiert auf den mit TMC [traffic message channel] gesammelten Erfahrungen.

Die TPEG-Informationen sind für alle digitalen Verbreitungswege geeignet. Der Autofahrer als Nutzer kann sich die Informationen über einen Sprachgenerator ausgeben lassen, aber auch als Textinformation oder grafische Anzeige auf dem Bildschirm des Navigationssystems. Bei der Sprachausgabe kann abhängig von der Geräteausstattung auch zwischen verschiedenen Sprachen gewählt werden.

Die Vorteile von TPEG sind der übernationale Einsatzbereich und die gegenüber TMC verbesserten Leistungsmerkmale. Dazu gehören unter anderem die genaue Lokalisierung von Verkehrspunkten, die detaillierte Beschreibungsmöglichkeit von Verkehrsereignissen, die Realisierbarkeit ergänzender Informationen zu Parkmöglichkeiten, zum ÖPVN (öffentlicher Personennahverkehr) und zum Fernverkehr, sowie die Ergänzbarkeit von Wetterdaten und von Informationen über Großereignisse (Fußballspiele, Demonstrationen, …).


Triple Play 
Der als „dreifaches Spiel“ übersetzbare Begriff bedeutet real die gleichzeitige Nutzung von Fernsehen, Internet und Telefon über einen Netzanschluss und zwar ohne gegenseitige Beeinflussung. Dieses „Alles-aus-einer-Hand“-Angebot ist bei Kabel, Satellit und DSL verfügbar. Auf diese Weise wird auch eine höhere Auslastung des jeweiligen Netzes bewirkt.

Eine wichtige Rolle spielt bei Triple Play die Aufteilung der Übertragungskapazität für Fernsehen und Internet, weil die Telefonie in der Regel als schmalbandiger Internetdienst durchgeführt wird.

Der Vorteil von Triple Play besteht unter anderem auch darin, dass dafür die Entgelte üblicherweise geringer sind, als die für separate Anschlüsse der drei Dienste.

 

Triple Tuner
(Dreifach-Tuner)
Tuner in einem Fernsehgerät, der für normal auflösendes digitales Fernsehen via Satellit, Kabel und Terrestrik ausgelegt ist und damit, bis auf Fernsehen über das Internet-Protokoll (IPTV), alle typischen Empfangswege abdeckt.    

Twintuner
(Doppelte Abstimmeinheit / Doppeltuner)
Empfangsgeräte mit Twintunern  ermöglichen gleichzeitig die Wiedergabe eines Programms und die Aufzeichnung eines anderen Programms. mehr

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U

Übertragungskapazität
(Transmission Capacity)
Bei der Übertragungskapazität handelt es sich um die Bitrate, für die ein System maximal ausgelegt ist.
Wird für ein zu übertragendes Signal die verfügbare Übertragungskapazität nicht vollständig benötigt, dann kann die verbleibende Übertragungskapazität für die gleichzeitige Übertragung weiterer Signale ohne gegenseitige Beeinflussung genutzt werden. Dies wird durch Multiplexbildung erreicht.


Übertragungsweg 
Er beschreibt bei einem Übertragungssystem das Medium, welches für  die Verbindung vom Sender zum Empfänger genutzt wird. Dafür ist auch die Bezeichnung Übertragungskanal üblich.

Bei Übertragungswegen kann es sich um Leitungen oder Funkverbindungen handeln. Im Falle der Leitungen sind elektrische und optische Leitungen zu unterscheiden. Bei Funkverbindungen kann es sich um gerichtete Funkstrecken oder um beliebige Strahlungsdiagramme der Sendeantennen handeln. Im Falle elektrischer Leitungen sind verdrillte Zweidrahtleitungen mit und ohne Schirmung oder koaxiale Leitungen möglich. Optische Leitungen sind überwiegend Glasfaserleitungen, für kürzere Verbindungen sind aber auch Polymerfaserleitungen [polymer optical fibre (POF)] geeignet.

Alle aufgezeigten Übertragungswege weisen spezifische Leistungsmerkmale auf, die zu berücksichtigen sind, wenn eine Auswahlmöglichkeit besteht.

 

UHF (Ultra High Frequencies [engl.])
(Ultrahohe Frequenzen)
Mit UHF wird in der Funktechnik der Frequenzbereich 300 MHz bis 3 GHz bezeichnet. Die Wellenlängen liegen somit zwischen 10 cm und 100 cm, weshalb auch der Begriff Dezimeterwellen gilt.
Für das terrestrische Fernsehen werden davon 470 MHz bis 790 MHz genutzt, bei Breitband-Kabelnetzen sind es 470 MHz bis 862 MHz.


UKW
(Ultrakurzwelle)
Elektromagnetischer Frequenzbereich von 30 bis 300 MHz. In Deutschland spezieller Radio-Frequenzbereich von 87,5 MHz bis 108,0 MHz für lokale/regionale Radio-Ausstrahlungen in Stereo-Qualität. Guter Empfang ist nur bei "Sichtkontakt" zwischen Sender und Empfänger gewährleistet.


UMTS
[universal mobile telecommunications system]  [
Bei UMTS handelt es sich um die dritte Mobilfunkgeneration. Sie wird in Kurzform auch als 3G bezeichnet und arbeitet im Frequenzbereich 1.920 MHz bis 2.170 MHz. UMTS ist neben der Telefonie auch für breitbandige Datenübertragung ausgelegt. Mit HSDPA [high speed downlink packet access] sind für das Runterladen Datenraten bis 14,6 Mbit/s realisierbar. Für das Hochladen sind mit HSUPA [high speed uplink packet access] bis zu 5,8 Mbit/s erreichbar. Dadurch ist gegenüber der zweiten Mobilfunkgeneration GSM [global system for mobile communications] eine signifikante Verbesserung für die Datenkommunikation gegeben.


Unicast
(Einzelübertragung)
Bei Unicast liegt eine Signalübertragung von einer Stelle zu einer anderen Stelle vor und zwar  unabhängig von der Entfernung zwischen den beiden Stellen. Dafür gilt auch die Bezeichnung Punkt-zu-Punkt-Verbindung. Es handelt sich somit um die individuelle Verbindung zwischen einer sendenden und einer empfangenen Stelle.

 

Uplink
siehe: Aufwärtsstrecke

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V

Verschlüsselung (Encryption)
Die Verschlüsselung ist eine technische Maßnahme, die bei digitalen Medieninhalten sicherstellt, dass nur Berechtigte darauf zugreifen können. Verschlüsselung stellt deshalb eine Form des Inhalteschutzes dar. mehr

 


VHF (Very High Frequencies)

(Sehr hohe Frequenzen)
Mit VHF wird in der Funktechnik der Frequenzbereich 30 MHz bis 300 MHz bezeichnet. Die Wellenlängen liegen somit zwischen 1 m und 10 m, weshalb auch die Bezeichnung Meterwellen gilt. mehr

 

Video on Demand (VoD)
Bei Video on Demand handelt es sich um den gezielten Abruf von Filmen oder sonstigen Videoinhalten aus dem Internet von spezifischen Anbietern.

Erfolgt dies im Streaming-Modus, dann lassen sich die Filme und sonstigen Videoinhalte gleichzeitig runterladen und wiedergeben, wobei in der Regel keine Speicherung erfolgt. Auf der Sendeseite muss dafür ein Streaming-Server vorhanden sein und auf der Empfangsseite für Streaming geeignete Endgeräte. Beim Download-Verfahren muss dagegen der Film oder sonstige Videoinhalt vor der Wiedergabe erst gespeichert werden. Er steht dann auch als Kopie zur Verfügung.

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W

Web TV
Web-TV bedeutet die Übertragung digitaler Fernsehprogramme über das offene Internet. mehr


Webradio
siehe:  Internet-Radio

 

WiFi (Wireless Fidelity)
(Drahtlose hochwertige Übertragung)
WiFi ist die in den USA übliche Bezeichnung für funkgestützte lokale Datennetze [Wireless Local Area Network (WLAN)].


WLAN
[wireless local area network]
Die Übersetzung des Begriffs lautet “drahtloses lokales Datennetz”. Es handelt sich um ein funkgestütztes System für die Datenkommunikation auf IP-Basis in einer Wohnung, einem Gebäude und begrenzt auch im nahen Umfeld.

WLAN ist gemäß IEEE 802.11 standardisiert. Es gibt dabei zahlreiche Varianten, deren Kennzeichnung durch angehängte Kleinbuchstaben erfolgt. Für den Betrieb stehen die Frequenzen 2,4 GHz bis 2,4835 GHz (2,4-GHz-Band) und 5,15 GHz bis 5,725 GHz (5-GHz-Band) zur Verfügung. Dabei handelt es sich im 2,4-GHz-Band um 13 Kanäle mit 20 MHz Bandbreite, die sich teilweise überlappen. Beim 5-GHz-Band sind es dagegen 19 Kanäle mit   20 MHz Bandbreite, hier jedoch überlappungsfrei. Die Brutto-Datenrate der Kanäle beträgt bei 64-QAM-Modulation mindestens 54 Mbit/s. Dieser Wert lässt sich durch den Einsatz höherwertigerer Modulationsverfahren (z.B. 256-QAM) und/oder aufwändigerer Antennenkonfigurationen wesentlich steigern.

Das Herzstück jedes WLANs ist ein Router, der an den Ausgang des Internet-Modems (z.B. Kabelmodem) angeschlossen wird und über eine oder mehrere (meist  im Router integrierte) Antennen das für den Betrieb erforderliche Funkfeld bewirkt. Das ermöglicht die Kommunikation zwischen dem stationären Internet-Anschluss und den portablen Endgeräten. Letztere müssen für diese Betriebsart allerdings ausgelegt sein, was üblicherweise als „WLAN-tauglich“ bezeichnet wird.

Durch WLAN erfolgt funktionsbedingt eine flächenhafte Internetversorgung. Wegen der bei  Funkwellenausbreitung durch Wände und Decken gegebenen Dämpfung des Signals ist allerdings nicht immer die vollständige Versorgung aller Räume gewährleistet. Dieses Problem ist jedoch durch den Einsatz von Repeatern lösbar.



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