die medienanstalten | 30/2022 |

Bedeutung von Social Media als Informationsquelle wächst rasant

Vielfaltsbericht 2022 der Medienanstalten mit neuen Insights zur Mediengewichtung und zur Relevanz von Medienintermediären für die Meinungsbildung veröffentlicht

Praktisch ununterbrochen online und mit ihrem Netzwerk verbunden, gilt Social Media neben dem Smartphone als prägendes Merkmal der Gen Z. Rund zwei Drittel der 14- bis 29-Jährigen nutzen Social Media als Informationsquelle. Erstmals liegt Instagram auch in der Gesamtbevölkerung vor Facebook. Die Ergebnisse der aktuellen Mediengewichtungsstudie und der Schwerpunktstudie „Medienintermediäre und Meinungsbildung“, die die Medienanstalten im Vielfaltsbericht 2022 präsentieren, sind eine wichtige Grundlage im gesellschaftlichen Diskurs über die Gewährleistung einer freien, individuellen und öffentlichen Meinungsbildung in einer Demokratie.

„Der Vielfaltsbericht liefert die unverzichtbaren Grundlagen für unsere aufsichtsrechtlichen Tätigkeiten sowie Perspektiven für die weitere Ausgestaltung unserer Medienordnung. Ungebrochen ist dabei die zunehmende Relevanz des Internets, vor allem von sozialen Netzwerken, Videosharing-Diensten und Instant Messaging. Angesichts dessen wird die leichte Auffindbarkeit verlässlicher Informationen und qualitativ hochwertiger Inhalte immer wichtiger. Mit der Intermediäreregulierung und der leichten Auffindbarkeit von Public Value-Inhalten nehmen die Medienanstalten als staatsferne Institutionen dank des Medienstaatsvertrags eine Vorreiterrolle bei der Medienregulierung in Europa ein. Transparenz und Diskriminierungsfreiheit sind dabei wichtige Eckpfeiler für Medienvielfalt, die bei den Nutzerinnen und Nutzern auch ankommt,“ kommentiert Dr. Wolfgang Kreißig, Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten die Veröffentlichung des Vielfaltsberichts 2022 der Medienanstalten.

Das Fernsehen ist mit der höchsten Tagesreichweite noch Informationsmedium Nummer Eins. Doch nimmt die Relevanz des Internets als Informationsquelle erneut weiter zu. Bei den unter 50-Jährigen hat sich der Führungswechsel vom Fernsehen zum Internet bereits vollzogen. Besonders die digitalen Angebote klassischer Medien erfreuen sich hoher Nutzung. Auch bei den unter 30-Jährigen gehören sie weiterhin zum Info-Repertoire.

Auch für Informationen mit Lokalbezug hat das Internet die größte Tagesreichweite in der Gesamtbevölkerung. Zwei von fünf Personen erfahren im Internet, was an ihrem Wohnort oder in ihrer direkten Umgebung los ist.

Mittlerweile nimmt ein Drittel der Gesamtbevölkerung ab 14 Jahren Informationen zum aktuellen Zeitgeschehen in Politik, Wirtschaft und Kultur aus Deutschland und der Welt über mindestens einen Social-Media-Dienst wahr. Damit ist die „informierende Tagesreichweite“ von Sozialen Netzwerken, Video-Sharing-Diensten und Instant Messengern in nur fünf Jahren um 55 Prozent gestiegen.

Auf der Website der Medienanstalten finden Sie weitere Details sowie die aktuellen Erhebungen als Chart-Reports:
 

Den Vielfaltsbericht 2022 der Medienanstalten mit Begleitartikeln zu den oben genannten Erhebungen sowie weiteren Beiträgen zur Regulierung von Intermediären, zu Social Media als Nachrichtenkanal, zur Novellierung des Medienkonzentrationsrechts, zum Thema Nachrichtenmüdigkeit sowie zu den medienpolitischen Perspektiven finden Sie auf der Website der Medienanstalten als PDF-Download:

www.die-medienanstalten.de/vielfaltsbericht

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