die medienanstalten | 10/2020 |

Lokale Informationen zu Corona für vier von fünf Deutschen wichtig

Medienanstalten veröffentlichen Schwerpunktstudie Informationsverhalten der Deutschen während der Corona-Pandemie

Die Corona-Krise hat unseren Alltag auf den Kopf gestellt und beeinflusst ihn seither nachhaltig. Damit einher geht ein deutlicher Anstieg des Informationsbedürfnisses der Bürgerinnen und Bürger. Dies belegt die von den Medienanstalten veröffentlichte Schwerpunktstudie Informationsverhalten während der Corona Pandemie. Für vier von fünf Personen in Deutschland sind Informationen zur lokalen Corona-Situation wichtig oder sehr wichtig. Hierfür nutzten die meisten das Internet und das Radio.
 
„Medien haben gerade in Krisenzeiten eine wichtige orientierende Funktion. Positiv ist, dass das vielfältige und glaubwürdige Medienangebot in Deutschland das individuelle Informationsbedürfnis gerade auch im Lokalen gut bedienen konnte“, kommentiert Dr. Wolfgang Kreißig die jetzt veröffentlichten Kernbefunde zum Informationsverhalten der Deutschen während der Corona-Krise.  

Corona-Pandemie treibt die informierende Mediennutzung nach oben
Seit Mitte März ist die informierende Mediennutzung der Deutschen über 14 Jahre über alle Mediengattungen hinweg um 11 % angestiegen. Spitzenreiter in der Tagesreichweite war das lineare Fernsehen, gefolgt von Internet und Radio.

TV und Radio insbesondere bei den Jüngeren während Corona beliebt
Wie bei der informierenden Nutzung insgesamt, trieb auch beim Fernsehen ein überproportional starker Zuwachs in der jüngeren Altersgruppe die Reichweite in die Höhe. Zudem zeigen die Ergebnisse, dass die 14- bis 39-Jährigen ihren Bedarf nach schnellen und zuverlässigen Informationen auch bei Tageszeitungen und im Radio gedeckt haben, die in dieser Altersgruppe deutlich höhere Wachstumsraten aufzeigen.

Internet auf dem Weg an die Spitze
Den höchsten Zugewinn an informierender Tagesreichweite seit Krisenbeginn verzeichnet das Internet mit 19 Prozentpunkten, wohingegen die informierende Nutzung von Tageszeitungen und Zeitschriften mit etwas mehr als 2 Prozentpunkten vergleichsweise gering ausgefallen ist. Dabei ist allerdings zu beachten, dass es sich bei über das Internet verbreiteten informierenden Inhalte häufig um Content von Rundfunk- oder auch Printunternehmen handelt.

Suchmaschinen, Videoplattformen und Soziale Medien
In den Corona-Monaten hat mehr als jede zweite Person in Deutschland (54 %) einen Intermediär zur Informationssuche genutzt, das entspricht einer Zunahme der informierenden Tagesreichweite von 22 Prozentpunkten gegenüber dem Zeitraum vor der Pandemie. YouTube und Co. konnten ihre informierende Tagesreichweite fast verdoppeln.

Weitere Kernbefunde und den Chart-Satz der Schwerpunktstudie Informationsverhalten während der Corona Pandemie finden Sie hier.
Es handelt sich dabei um eine Sonderauswertung der Mediengewichtungsstudie 2020/ 1. Halbjahr der Medienanstalten für die Monate März bis Juni.

 

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