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DLM-Pressemitteilung 11/2015; Was ist zu beachten bei Werbung in YouTube-Videos? Medienanstalten stellen FAQ-Liste vor

Wie müssen Produkte in selbstproduzierten Videos gekennzeichnet werden? Und warum überhaupt? Was muss ich als „YouTube-Star“ beachten, wenn mir ein Unternehmen Geld anbietet, damit ich sein Produkt bewerbe? Was ist mit sog. Affiliate Links?

Auf Fragen wie diese haben die Medienanstalten heute (20. Oktober) eine FAQ-Liste vorgestellt. Der neue Leitfaden gibt Antworten auf die häufigsten Fragen zu Produktpräsentationen und Werbebotschaften in selbstproduzierten YouTube-Videos oder anderen Social Media-Angeboten.

Werbung muss, so die Botschaft der Medienanstalten, auch im Internet klar und eindeutig erkennbar sein und im Zweifelsfall gekennzeichnet werden. Viele YouTube-Stars und viele noch unbekannte „Selbstproduzierer“ kennen jedoch diese wichtigen Bestimmungen noch nicht. Mit dem jetzt vorgelegten, leicht verständlichen Leitfaden klären die Medienanstalten über die wichtigsten Regeln im dynamischen Markt von Onlinemedien auf.

Dr. Jürgen Brautmeier, Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Medienanstalten (DLM), sagte, die Fragen und Antworten seien u. a. nach Gesprächen mit Akteuren und Vertretern der sog. Aggregatoren und Agenturen wie Mediakraft entstanden: „Dass sich Werbung auf YouTube so dynamisch  entwickelt, ist relativ neu. Viele Producer sind deshalb oft ratlos bei der Frage, was zu beachten ist, wenn etwa Geld der Industrie im Spiel ist, vor allem mit Blick auf notwendige Kennzeichnungen von Werbebotschaften. Viele kennen noch nicht die Regeln und verletzen deshalb unwissentlich medien- und werberechtliche Grundsätze. Mit den Fragen und Antworten liegt eine erste Orientierungshilfe vor, die auch als eine Art Selbstkontrolle funktionieren kann.“

Cornelia Holsten, Vorsitzende des DLM-Fachausschusses Regulierung sowie Direktorin der Bremischen Landesmedienanstalt (brema), sagte: „Die Fragen und Antworten haben wir im Dialog mit Vertretern der Produzentenszene entwickelt. Dabei haben wir gelernt, dass Glaubwürdigkeit das wichtigste Gut für die meisten YouTuber ist. Sie haben selbst ein großes Interesse daran, ihre Follower transparent zu bedienen. Informationen zu Geldgebern, z. B. aus der Industrie, gehören einfach dazu. Mit dem neuen Leitfaden können YouTuber nun leichter einschätzen, unter welchen Bedingungen sie Produkte integrieren können und wann sie lieber die Finger davon lassen."

Der Leitfaden steht hier zum Abruf bereit.

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