Intermediäre und Meinungsbildung

Intermediäre

Soziale Online-Netzwerke, Instant-Messenger, Suchmaschinen oder Videoportale: Diese sogenannten Intermediäre sind heute wesentliche Elemente des Kommunikations- und Informationsverhaltens. Damit rücken sie zunehmend in den Fokus der Vielfaltssicherung.

Als Intermediäre werden dabei Dienste verstanden, die durch Aggregation, Selektion und Präsentation Aufmerksamkeit für Inhalte erzeugen – seien es eigene oder von anderen erstellte. Das betrifft auch Inhalte, die die Meinungsbildung der Gesellschaft und unsere öffentliche Kommunikation beeinflussen können.

Die Bund-Länder-Kommission zur Medienkonvergenz hat in ihrem Abschlussbericht bei Intermediären verschiedene Handlungsbedarfe identifiziert. Diese entsprechen im Wesentlichen dem, was auch die Medienanstalten für wichtig erachten.

Demzufolge sind insbesondere den Aspekten der Transparenz, der Nutzerautonomie sowie der Kennzeichnung besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

Positionen

Abschlussbericht der Bund-Länder-Kommission zur Medienkonvergenz
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Überlegungen der Medienanstalten zur Regulierung von Intermediären
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Forschung zum Thema

Intermediäre sind auch Teil des Meinungsbildungsprozesses. Über die genaue Nutzung von Intermediären bei der Meinungsbildung und deren Auswirkungen darauf liegen aber erst wenige Erkenntnisse vor. Daher haben die Medienanstalten zwei Schwerpunktstudien in Auftrag gegeben.

Die Studien befassen sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Thema Intermediäre und Meinungsbildung. Eine quantitative Erhebung gibt Aufschluss über Intensität und Motive der Nutzung von Intermediären. Die qualitative Studie liefert Einblicke, wie Intermediäre in konkrete Praktiken und Netzwerke der Meinungsbildung eingebunden sind.